Aktualisiert 29.09.2009 08:12

Rezession

Mehr Arbeitslose und Unterbeschäftigte

Die Rezession hat im zweiten Quartal dieses Jahres deutlichere Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Die Erwerbslosenquote stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal von 3,4 auf 4,1 Prozent.

Etwas langsamer nahm gleichzeitig die Unterbeschäftigung zu, nämlich von 6,3 auf 6,6 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Die provisorischen Ergebnisse der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung bestätigen auch den Trend zur überproportional steigenden Jugendarbeitslosigkeit. Bei den 15- bis 24-Jährigen erhöhte sich die Erwerbslosenquote um 1,2 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent. Sie war damit genau doppelt so gross wie die gesamte Erwerbslosenquote. Noch stärker nahm die Erwerbslosigkeit bei den 25- bis 39-Jährigen zu, nämlich um 1,6 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent. Das BFS machte darauf aufmerksam, dass die Schweiz trotz der steigenden Erwerbslosigkeit im europäischen Vergleich nach wie vor gut dastehe. So war die Erwerbslosenquote in der EU mit 8,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Schweiz. Und bei den Jugendlichen stieg die Quote auf 19,6 Prozent; neben der Schweiz waren in Europa einzig die Niederlande, Österreich und Norwegen unter der Zehn-Prozent-Schwelle. (dapd)

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