Aktualisiert

Mehr Blitzkästen gegen Raser

Raserei ist die
Unfallursache Nummer
eins. Jetzt fordert die
Beratungsstelle für
Unfallverhütung noch
mehr Blitzkästen in der
ganzen Schweiz.

Die Zahl Schwerverletzter auf Schweizer Strassen ist 2006 auf 5066 gestiegen. Überproportional betroffen waren junge Autolenker zwischen 18 und 24 Jahren, die am Wochenende, am frühen Abend oder in der Nacht unterwegs waren. So lautet die Bilanz der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU). Zudem beklagt das BFU, dass die neue Alkoholgesetzgebung im Strassenverkehr wirkungslos bleibe: Die von Blaufahrern bedingten Unfälle blieben zwischen 2005 und 2006 konstant.

Hauptunfallursache ist und bleibt jedoch das Rasen: 30 Prozent aller Schwerverletzten und Getöteten waren 2006 auf übersetzte Geschwindigkeit zurückzuführen. Das BFU fordert deshalb, schweizweit noch mehr Radarkontrollen aufzustellen. Die verschärften Tempokontrollen hätten bereits Wirkung gezeigt: Die Zahl der Todesopfer auf den Strassen ging zwischen 2005 und 2006 um 10 Prozent auf 370 zurück.

SDA/AP

3800 Delikte auf Strassen

2006 sind in der Schweiz über 3 Prozent mehr Erwachsene strafrechtlich verurteilt worden als im Vorjahr. Mit 97911 Schuldsprüchen wurde der bisherige Höchststand von 2004 knapp übertroffen. Wie das Bundesamt für Statistik mitgeteilt hat, betrafen letztes Jahr 54 Prozent aller geahndeten Straftaten oder 3800 Fälle Strassenverkehrsdelikte. Das entspricht einer Jahreszunahme um 8 Prozent. Ebenfalls zugenommen haben die Betäubungsmitteldelikte: Zwischen 2005 und 2006 ist die Anzahl um 6 Prozent auf 11806 gestiegen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.