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«Deville» spaltet Publikum«Mehr davon!» – «Arme Gebührengelder!»

Das Format gibt zu reden: Die Premiere der neuen SRF-Comedyshow «Deville» löst sehr unterschiedliche Reaktionen aus.

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«Deville» ist nach «Müslüm TV» und «Headhunter» das dritte neue Comedy-Format, welches das SRF dieses Jahr lanciert. Die neue Sendung wird jeweils im Zürcher Club Mascotte live aufgezeichnet und während vier Wochen freitags um 23.45 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

«Deville» ist nach «Müslüm TV» und «Headhunter» das dritte neue Comedy-Format, welches das SRF dieses Jahr lanciert. Die neue Sendung wird jeweils im Zürcher Club Mascotte live aufgezeichnet und während vier Wochen freitags um 23.45 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

Mali Lazell
Nach der Premiere gehen die Meinungen beim Publikum auseinander.

Nach der Premiere gehen die Meinungen beim Publikum auseinander.

Mali Lazell
Er habe habe einige Reaktionen online nachgelesen und sei überrascht, dass sie «eher neutral bis wohlwollend» ausgefallen seien, sagt der Luzerner zu 20 Minuten. Das Wichtigste sei für ihn aber, dass er selber zufrieden war mit der Show.

Er habe habe einige Reaktionen online nachgelesen und sei überrascht, dass sie «eher neutral bis wohlwollend» ausgefallen seien, sagt der Luzerner zu 20 Minuten. Das Wichtigste sei für ihn aber, dass er selber zufrieden war mit der Show.

Oscar Alessio

Die ersten 30 Minuten «Deville» sind durch: In der Nacht auf Samstag, kurz nach Mitternacht, beendete der neue SRF-Late-Night-Mann Dominic Deville die Sendung unter Applaus des Live-Publikums mit einem erleichterten «Merci vielmal» und einem Handkuss in die Kamera. Er sei «sehr zufrieden» mit seiner Premiere, gab Deville gegenüber 20 Minuten zu Protokoll.

Als neues Aushängeschild des Schweizer Fernsehens wird sich Deville mit seiner Show nun aber vor allem in der Gunst des Publikums beweisen müssen – sprich mit guten Quoten und Klickzahlen auf den Onlinekanälen des Senders.

«Ein Hauch von Jimmy Fallon!»

Auf Youtube und dem SRF-Videoportal wurde die Sendung schon über 16'000 Mal angeschaut. Ein guter Wert. 87'000 haben am TV zugeschaltet, das entspricht einem Marktwert von 20 Prozent. Zum Vergleich: Bei Müslüms Premiere waren es 130'000 Zuschauer, bei «Headhunter» 61'000.

Das geneigte Publikum zeigt sich nach der ersten Folge gespalten, auf Twitter gehen die Meinungen auseinander. So schreibt etwa Thomas Häfliger wohlwollend: «Durchaus gelungene Premiere, mehr Lacher und weniger Fremdscham als erwartet.» Stephan Weber wagt sogar einen ganz grossen Vergleich: «Ein Hauch von Jimmy Fallon bei SRF! Was bei ‹Headhunter› auf der Strecke blieb, macht ‹Deville› wieder gut.»

Ein Twitter-User findet schon nach einer Folge: «Deville gefällt mir gut. Mehr davon, bitte!» Das wird er übrigens kriegen: Schon jetzt ist klar, dass «Deville», genauso wie dessen Co-Neulinge «Müslüm TV» und «Headhunter», im Herbst mit einer zweiten Staffel fortgesetzt wird.

Aber Deville muss auch Kritik einstecken. Till Könneker findet, dass der als bissiger Kabarettist bekannt gewordene Luzerner im neuen Job weniger angriffig auftrat: «Auch Deville gerät in den SRF-Weichspüler.» Alex Häusermanns Verdikt fällt klar aus: «Humor, der nicht lustig ist. Arme Gebührengelder. Zapp, und weg.»

Deville selbst war auf Kritik vorbereitet. Er habe habe einige Reaktionen online nachgelesen und sei überrascht, dass sie «eher neutral bis wohlwollend» ausgefallen seien. Von den Meinungen will er sich auch nicht zu sehr beeinflussen lassen: «Das tut einem nicht gut und bringt einen auch nicht weiter. Ich höre lieber auf jene, die mir wichtig sind», sagt er zu 20 Minuten.

Die erste Folge können Sie hier nachschauen. Wie gefällt Ihnen das neue Format? Stimmen Sie ab.

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