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Wegen DämmerungMehr Einbrecher am Werk

Wenn es draussen früher dunkel wird, steigt auch die Zahl der Einbrüche. Die Polizei warnt die Bevölkerung jetzt auf der Strasse und sensibilisiert sie in Kursen.

von
Bigna Silberschmidt/Pedro Codes

«Je kürzer der Tag ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Dämmerungseinbruchs», weiss Hugo Kohler von der ­Stapo Grenchen. Zudem sei jetzt Ferienzeit, weshalb viele Häuser leer stünden.

Die Polizei informierte deshalb die Grenchner bereits letzte Woche bei einer Standaktion, wie sie sich am besten vor den Langfingern schützen können. «Beliebte Einstiegs­orte sind schräg gestellte Fenster, Balkone oder offene Garagentore», so Kohler. Versteckte Schlüssel oder schwache Schlösser seien ebenfalls gefährlich, und die Taktik der Gauner sei – nebst dem genauen Beobachten der Häuser – zuweilen recht fantasievoll: «Es kommt vor, dass sie vorher klingeln oder per Telefonanruf kontrollieren, ob tatsächlich niemand zuhause ist.» Zur Unterstützung der Bevölkerung patrouillieren ab heute zwei zusätzliche Polizisten durch Grenchen.

Dass die hereinbrechende Dunkelheit ein Paradies für Diebe ist, weiss auch Patrice Sauteur von der Kapo Bern: «Typische Dämmerungseinbrüche werden zwischen 16.30 und 18.30 Uhr begangen.» Um die Bevölkerung für die Gaunerzeit zu wappnen, gibt die Kapo jetzt an der Berner Volkshochschule einen Kurs mit Tipps zu den Themen Licht in und um Gebäude, Rollläden und Nachbarschaftshilfe.

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