Mehr Frauen und höheres Abschlussalter an der Uni
Aktualisiert

Mehr Frauen und höheres Abschlussalter an der Uni

Eine Statistik des Bundes zeigt, dass das Alter der Hochschulabsolventen steigt. Mit ein Grund dafür ist die «Feminisierung» der Unis.

Zu Deutsch: Von 1994 bis 2004 ist die Zahl der Studenten in der Schweiz um 22 000 auf 111 000 gestiegen – von diesen 22 000 waren 18 000 Frauen. Vorzugsweise belegen Frauen Studiengänge der Geistes- und Sozialwissenschaften, die in der Deutschschweiz im Schnitt 12 Semester dauern.

Männer wählen bevorzugt die Wirtschafts-, Ingenieur- oder Naturwissenschaften, deren Studium kürzer ist. Fazit: Mehr Frauen in langen Studiengängen heben statistisch das Alter der Absolventen. An der Uni Basel liegt es laut Bundesamt derzeit bei 27,6 Jahren bei Männern und bei 28,3 Jahren bei Frauen.

Das höhere Abschlussalter der Frauen erklärt Markus Diem, Leiter der Studienberatug an der Uni Basel, auch damit, dass bei den Geistes- und Sozialwissenschaften der Übergang zwischen Studium und Beruf eher fliessend ist: «Praktika brauchen Zeit, und viele arbeiten bereits parallel zum Studium.»

Dazu komme, dass Frauen nach einer kurzen Erstausbildung oft später ins Studium einsteigen als Männer. Das tendenziell steigende Abschlussalter bereitet der Uni Basel kaum Probleme. «Durch den Boom kommen wir aber unter Druck und müssen die Studiengänge der grösseren Nachfrage anpassen», so Diem.

(lvi)

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