Raffinierte Gehhilfe: Mehr Freiheit dank Rollator 2.0
Aktualisiert

Raffinierte GehhilfeMehr Freiheit dank Rollator 2.0

Im hohen Alter den Alltag allein zu meistern, bedeutet Lebensqualität. Dabei helfen Rollatoren. Doch die herkömmlichen Gehhilfen auf Rädern sind behäbig. Das soll sich ändern.

von
Fee Riebeling
Der Elektroantrieb des Rollator-Prototyps (Bild: IHOMELAB)

Der Elektroantrieb des Rollator-Prototyps (Bild: IHOMELAB)

Rollatoren geben Senioren, die etwas wacklig auf den Beinen sind, Sicherheit und damit ein Stück Lebensqualität zurück. Doch die handelsüblichen Gehhilfen auf Rädern sind nicht allzu flexibel. Nur schon an einen Waldspaziergang können Senioren, die auf ein solches Gerät angewiesen sind, kaum mehr denken.

Das soll sich ändern: Experten vom iHomeLab der Hochschule Luzern erforschen gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Österreich und Schweden, was der Rollator der Zukunft können muss.

Dabei arbeiten die Forscher mit Senioren selbst und Organisationen wie der Spitex zusammen. Erste Erkenntnis: Herkömmliche Modelle geben nur mechanisch Hilfestellung. Von den neuen fordern die betagten Anwender viel mehr.

Antrieb: Der Rollator bekommt nach dem Vorbild von E-Bikes einen Elektroantrieb. Damit lassen sich Hindernisse und Steigungen leichter überwinden – auch abseits der asphaltierten Wege.

Navigation: Die neuartige Gehhilfe kennt sich aus und zeigt den kürzesten Weg zum WC oder bringt ihren Besitzer sicher nach Hause.

Kommunikation: Kommt es doch mal zu einem Sturz, können integrierte Sensoren Angehörige benachrichtigen und im Notfall die Ambulanz anfordern.

Gesteuert werden die verschiedenen Funktionen über einen Tablet-PC, in dem die Software sitzt. Noch ist eine derartige Hightech-Ausstattung Zukunftsmusik. Alexander Klapproth, Leiter des iHomeLab, schätzt, dass der Rollator 2.0 frühestens in fünf Jahren marktreif sein wird.

«Wissen»

in 20 Minuten wird unterstützt durch die GEBERT RÜF STIFTUNG und die Stiftung Mercator Schweiz.

Deine Meinung