Mehr Geld für Bibliothek
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Mehr Geld für Bibliothek

Weniger Schulden: Der bernische Grosse Rat hat gestern 50 Millionen Franken beim Budget 2004 gekürzt. Mehr Geld erhält überraschend die Stadt- und Universitätsbibliothek Bern (StUB).

Die Sparmassnahme von 50 Millionen trifft diesmal nicht das Personal. Der Hauptharst des Geldes muss bei den Investitionen eingespart werden. Zudem darf der Regierungsrat weniger Aufträge an Dritte vergeben. Sparvorgabe: rund 10 Millionen. Das hat der Grosse Rat gestern deutlich beschlossen.

Gestritten wurde aber um die Stadt- und Universitätsbibliothek. Hans Aeschbacher (SVP) verlangte, den Beitrag um 300 000 Franken zu erhöhen. Er begründete dies damit, dass die Stadt Bern seit drei Jahren immer weniger zahlt. «Was gibt denn das für ein Signal? Die Stadt stiehlt sich aus der Veranwortung und der Kanton steht dafür gerade», regte sich Parteikollege Rudolf Guggisberg auf.

Jean-Blaise Kropf (JA) rechnete aber vor, dass auch die Bürgergemeinde 200 000 Franken mehr gibt, wenn der Kanton mitzieht. Und so segnete der Rat den Beitrag mit 94 zu 75 Stimmen ab. Insgesamt rechnet das 8-Milliarden-Budget des Kantons mit einem Gewinn von 2,4 Millionen Franken.

Theres Lagler

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