Aktualisiert 11.01.2010 13:35

St. Gallen

Mehr Geld für Pflegeeltern

Tagesmütter und Pflegeeltern sollen für die Kinderbetreuung höhere Entschädigungen erhalten. Der Kanton St. Gallen hat die seit 2002 geltenden Richtlinien auf Anfang Jahr angepasst. Die Pflegegelder werden um rund ein Drittel erhöht.

Die Anerkennung der Leistungen von Tages- und Pflegeeltern werde damit verbessert, heisst es in einer Mitteilung des Kantons vom Montag. Die Entschädigungen für die Kinderbetreung werden von Fall zu Fall vertraglich geregelt. Die Richtlinien des Kantons sind Empfehlungen.

Die neuen Ansätze sehen beispielsweise vor, dass Pflegeeltern, die ein Kind im Primarschulalter während der Woche betreuen, dafür eine monatliche Pauschale von 1300 Franken erhalten. Bis Ende 2009 betrug der Ansatz noch 983 Franken. Die Pflegegelder sind unabhängig vom Einkommen der leiblichen Eltern des Kindes.

Neu bis zum 18. Altersjahr

Neu müssen für die betreuten Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Altersjahr Entschädigungen bezahlt werden. Bisher galt dies nur bis zum 15. Altersjahr.

Können die Eltern die Pflegegelder nicht oder nur teilweise bezahlen, werden sie durch Kinderzulagen, Renten oder Sozialhilfebeiträge finanziert.

Wieviele Tages- und Pflegekinder es im Kanton St. Gallen gibt, ist nicht bekannt. Eine Erhebung sei im Gang, erklärte Heidi Gsell, Leiterin der Abteilung Kinder und Jugend im kantonalen Amt für Soziales, auf Anfrage. (sda)

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