Mehr Kriminalität und Gewalt

Aktualisiert

Mehr Kriminalität und Gewalt

Die Kriminalstatistik 2005 von Appenzell Innerrhoden zeigt es: Streit wird immer öfter mit Gewalt gelöst – vor allem bei jungen Erwachsenen.

Der Trend zu mehr Gewalt im Innerrhodischen hat sich im Jahr 2005 fortgesetzt. So nahm die Zahl der Tätlichkeiten und Körperverletzungen zu: Letztes Jahr registrierte die Kantonspolizei 30 Fälle (2004: 24). In 18 weiteren Fällen kam es zu Drohungen und Nötigungen (plus 8).

«Wir stellen fest, dass bei einem Streit schneller gedroht wird», sagt Andreas Künzle von der Kapo. Vor allem bei jungen Erwachsenen steige die Gewaltbereitschaft: «Wenn Jugendliche am Wochenende Alkohol trinken, sinkt die Hemmschwelle, jemandem zu drohen oder sogar zuzuschlagen», so Künzle.

Psychologin Sylvia Wolf aus Haslen bestätigt diesen Sachverhalt und fügt hinzu: «Alkoholismus ist in Innerrhoden relativ verbreitet, da sind viele Eltern auch ein schlechtes Vorbild.» Wolf hält es darum für wichtig, dass sich Eltern mehr um ihre Kinder kümmern und klare Strukturen für sie festlegen.

Jessica Pfister

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