Aktualisiert 23.01.2008 08:54

Mehr Kusshände für Usher als für Obama

Wie ein richtiger Hiphop-Star-Empfang aussieht, hat Barack Obama bei einem Wahlkampfauftritt in South Carolina erlebt.

Die Besucher der Veranstalter auf dem Uni-Campus in Orangeburg jubelten verzückt, als statt des demokratischen Präsidentschaftskandidaten der Rhythm-and-Blues-Sänger Usher auf die Bühne trat. Zusammen mit Schauspielerin Kerry Washington und Komiker Chris Tucker stellte er der Menge dann Obama als Hoffnungsträger vor.

Dieser wurde auch freundlich begrüsst, aber im Unterschied zu Usher bekam er keine Kusshände junger Frauen zugeworfen. Der mit fünf Grammys ausgezeichnete R&B-Star brachte die Menge mühsam zum Schweigen, um ihr noch eine politische Botschaft mitzugeben: «Hört zu, Leute, hört zu!» Es seien die schwarzen Bürgerrechtler gewesen, die darum gekämpft hätten, dass alle Amerikaner wählen könnten. Daher wäre es unverantwortlich, am Samstag nicht an der Vorwahl der Demokratischen Partei in South Carolina teilzunehmen, sagte Usher und fügte hinzu: «Wenn ihr nicht von eurer Stimme Gebrauch macht, dann bewirkt ihr auch nichts!»

Vorbei ist die Show hingegen für den Republikaner Fred Thompson. Nach seinem schlechten Abschneiden bei den bisherigen Vorwahlen gab der ehemalige Senator seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei auf. Er steige aus dem Wahlkampf aus, erklärte Thompson am Dienstag in Florida, wo die Republikaner am Dienstag nächster Woche ihre nächste Vorwahl haben. Ob er einen der anderen republikanischen Bewerber unterstützen wolle, sagte Thompson nicht. Vor acht Jahren hatte er schliesslich Senator John McCain unterstützt, der damals dem späteren Präsidenten George W. Bush unterlag, diesmal aber noch gut im Rennen liegt. (dapd)

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