Mehr Lehrstellen für lernschwache Jugendliche
Aktualisiert

Mehr Lehrstellen für lernschwache Jugendliche

In der Berner Kantonsverwaltung sollen mehr Lehrstellen und Praktikumsplätze für behindertete oder lernschwache Jugendliche geschaffen werden. Diese haben es bei der Stellensuche besonders schwer.

Der Regierungsrat empfiehlt dem Parlament einen entsprechenden SP-Vorstoss zur Annahme.

Jugendliche mit einer Lernschwäche oder mit einer körperlichen Behinderung haben es besonders schwer, nach der Schule eine Lehrstelle oder einen Praktikumsplatz zu finden.

In der Kantonsverwaltung soll ihnen dieser Schritt nun erleichtert werden, wie der am Donnerstag publizierten Regierungsantwort auf einen Vorstoss von Margrit Stucki-Mäder (SP/Bern) zu entnehmen ist.

Eine Stelle pro Direktion

Die Kantonsregierung ist bereit, in jeder der sieben Direktionen mindestens eine feste Lehr- oder Praktikumsstelle für Jugendliche zu schaffen, die von einer Lernschwäche, einer Körper- oder Sinnesbehinderung betroffen sind. Externe Kantonsbetriebe wie BKW und BLS will die Regierung auffordern, ebenfalls solche Stellen zu schaffen.

Die verwaltungsinternen Stellen sollen gemäss der Regierungsantwort nach Möglichkeit auf das Lehrjahr 2006/2007 zur Verfügung stehen, spätestens jedoch auf das darauffolgende Jahr.

Zu den Kosten werden in der Antwort keine Angaben gemacht. Die Regierung hält jedoch fest, dass in der Kantonsverwaltung bereits bisher behinderte Jugendliche ausgebildet wurden. Seit 2003 haben drei Sehbehinderte eine kaufmännische Lehre abgeschlossen. Gegenwärtig sind zwei Personen mit einer Hörbehinderung und eine mit einer Gehbehinderung in Ausbildung.

(sda)

Deine Meinung