Aktualisiert

WeltbankMehr Macht für China

China soll mehr Einfluss auf die Politik der Weltbank erhalten. Die Volksrepublik wird künftig das drittgrösste Stimmgewicht in der Organisation haben - und hängt damit Deutschland ab.

Weltbank-Präsident Robert Zoellick (rechts) und IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn (am 25. April in Washington).

Weltbank-Präsident Robert Zoellick (rechts) und IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn (am 25. April in Washington).

Bislang verfügte China über weniger Stimmrechte als Deutschland. Auf dem ersten Platz liegen die USA, auf dem zweiten Japan. Der Entwicklungsausschuss der Weltbank entschied, dass China jetzt zur drittstärksten Kraft in der Weltbank werden soll, wie Weltbank-Präsident Robert Zoellick am Sonntagsabend mitteilte.

Mehr Macht für aufstrebende und arme Länder

Aber nicht nur Wirtschaftsgigant China, auch andere aufstrebende Wirtschaftsmächte und arme Länder haben künftig bei der Weltbank mehr zu sagen. Die 186 Mitgliedsstaaten der Entwicklungshilfeorganisation beschlossen am Sonntag, die Stimmrechte für Schwellen- und Entwicklungsländer um rund drei Prozentpunkte auf 47 Prozent zu erhöhen.

Weltbank-Präsident Robert Zoellick sprach in Washington von einem «bedeutsamen Schritt». Er hoffe jedoch, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer «mit der Zeit» auf denselben Stimmenanteil kommen wie die Industriestaaten. Die nächste Prüfung stehe 2015 an.

Mehr Kapital

Zugleich verbesserten die Mitglieder die finanzielle Ausstattung der Entwicklungsbank um rund 86 Milliarden Dollar, damit die Weltbank mehr Kredite an arme Länder vergeben kann. Rund 5 Milliarden davon seien Einlagekapital, hiess es von der Bank. Das zusätzliche Kapital bedeute, dass nun nicht mehr die Gefahr drohe, die Kreditvergabe im Laufe des Jahres einschränken zu müssen, sagte Zoellick. (sda/dapd)

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