Bern: Mehr Polizisten verletzt als angenommen

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BernMehr Polizisten verletzt als angenommen

Während der Berner Krawalltage wurden mehr Polizisten verletzt als bisher bekannt. Die Höhe der Kosten der Polizeieinsätze kann derzeit noch niemand beziffern.

von
stm
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Im Zuge der Räumung eines besetzten Hauses an der Effingerstrasse kam es am 22. Februar zu heftigen Angriffen gegen die Polizei.

Im Zuge der Räumung eines besetzten Hauses an der Effingerstrasse kam es am 22. Februar zu heftigen Angriffen gegen die Polizei.

Leser-Reporter/Svene
Die Besetzer schossen mit Feuerwerk und Abfallkübeln auf die Polizisten.

Die Besetzer schossen mit Feuerwerk und Abfallkübeln auf die Polizisten.

Leser-Reporter/Svene
Auch Farbe und Einrichtungsgegenstände wurden gegen die Polizisten eingesetzt.

Auch Farbe und Einrichtungsgegenstände wurden gegen die Polizisten eingesetzt.

Leser-Reporter/Svene

Auch wenn die jüngsten Berner Krawalle bereits mehrere Wochen zurückliegen, beschäftigen diese die Politik noch immer. So arbeitete gestern der Rat eine Flut an Vorstössen ab, die mehrheitlich von SVP-Vertretern eingereicht worden waren. Dies berichtet die Berner Zeitung. Die Antworten des Gemeinderats brachten zudem neue Erkenntnisse zu Tage.

Fünfzehn verletzte Polizisten

So wurde gestern bekannt, dass bei der Hausräumung an der Effingerstrasse und in den darauf folgenden Tagen fünfzehn Polizisten verletzt wurden. Bisher ging man von zehn verletzten Polizisten aus. Bei den Verletzungen handelte es sich um Schädel-Hirn-Trauma, Gehörtrauma, ausgerenkte Finger, Quetschungen, Augenbeeinträchtigungen durch Laserpointer, Schnittwunden und Blessuren durch Wurfgegenstände.

Neunzehn Personen nahm die Polizei fest. Auf Verfügung der Staatsanwaltschaft wurden in der Folge achtzehn Personen wieder entlassen. Eine Person war zur Verhaftung ausgeschrieben und wurde ins Gefängnis überführt.

Grossen Sachschäden und hohe Kosten

Durch die Krawallanten kam es zu grossen Sachschäden in der ganzen Innenstadt. Dies warf im Rat die Frage auf, wer für die Kosten der Ausschreitungen aufkommen solle. Die Exekutive erklärte, dass die Einsätze der Kantonspolizei im Ressourcenvertrag enthalten seien, somit kämen für die Stadt Bern keine zusätzlichen Kosten zustande. Wie teuer die Polizeieinsätze allerdings den Kanton zu stehen kämen, könne derzeit noch niemand sagen.

Bei der Höhe der Sachschäden rechnet der Gemeinderat zum jetzigen Zeitpunkt mit mehreren Hunderttausend Franken. Allerdings dürfte das Ganze noch teurer werden als bisher angenommen. Denn die Kosten seien noch nicht abschliessend beziffert. Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass die Täter für die Schäden aufkommen müssten, wenn sie für diese verantwortlich und wirtschaftlich dazu in der Lage seien. Andernfalls müssten Versicherungen, Eigentümer und die öffentliche Hand dafür aufkommen.

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