Mehr Schäden als erwartet
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Mehr Schäden als erwartet

Die Unwetter in der Westschweiz haben am 18. Juli mehr Schaden angerichtet als bisher angenommen. Die Versicherer korrigieren die Schadenssumme nach oben.

Nach den heftigen Unwettern und Hagelschlägen, die vor einer Woche über die Westschweiz zogen, steigt die Schadenssumme weiter. Allein die Gebäude- und Mobiliarschäden in den Kantonen Genf, Wallis und Freiburg belaufen sich auf acht Mio. Franken.

Insgesamt wird von allen Versicherern ein Sachschaden von mindestens 80 bis 90 Millionen Franken angegeben.

Bei der Hagelversicherung wird sich die Schadenssumme im Vergleich zu den ursprünglich angenommenen fünf Millionen Franken auf mindestens zehn Millionen Franken verdoppeln, wie Pressesprecherin Yvonne Torriani auf Anfrage der AP sagte.

Insgesamt seien bei der Hagelversicherung bisher 1150 Schadensmeldungen eingegangen, 880 davon aus dem Kanton Waadt. Die genaue Schadenssumme könne erst im Dezember beziffert werden, wenn der Qualitätsverlust feststehe. Ob und wie sich die durch den Hagel zerstörten Reben wieder erholen werden, hänge vom Wetter und der Substanz der Pflanzen ab, sagte Torriani.

An Gebäuden und Hausrat richteten die heftigen Gewitter und der Hagelzug vom vergangenen 18. Juli Schäden von rund acht Millionen Franken an, wie der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) bekannt gab. Der Sachschaden wurde damit um eine Million Franken nach oben korrigiert. Insgesamt gingen bei den Privatversicherern 1.100 Schadensmeldungen ein. Der Grossteil der Schäden entstand im Kanton Genf, der Rest im Wallis und im Kanton Freiburg. Von den Schadensmeldungen bezogen sich 490 auf Hagelschäden mit einer Schadenssumme von 3,45 Millionen Franken und 610 auf Schäden durch Sturm und Unwetter mit einer Schadenssummeme von 4,52 Millionen Franken.

Wie der SVV schon früher bekannt gegeben hat, beläuft sich der Sachschaden an Motorfahrzeugen auf 60 bis 70 Millionen Franken. Rund 15.000 Autos waren an jenem Tag zerbeult oder beschädigt worden.

(Quelle:AP/SDA)

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