Nach Outing: Mehr Schutz für Zivilfahnder gefordert
Aktualisiert

Nach OutingMehr Schutz für Zivilfahnder gefordert

Nachdem im Oktober Zivilfahnder auf der Onlineplattform Indymedia geoutet wurden, wird nun über mögliche Massnahmen diskutiert.

von
Nathalie Jufer
Zivilpolizisten am Internet-Pranger. (Foto: indymedia.ch)

Zivilpolizisten am Internet-Pranger. (Foto: indymedia.ch)

Mit Worten wie «Wir kriegen euch alle!» wurde im Oktober auf Indymedia zu Gewalt gegen Polizisten aufgerufen. Gleich daneben: klar erkennbare Bilder von Zivilpolizisten bei Einsätzen. Dies könnte ein Nachspiel haben. Markus Meyer, Präsident des Polizeiverbands Bern Kanton: «Ich erwarte, dass vonseiten des Arbeitgebers etwas unternommen wird. Die Mitarbeiter müssen geschützt werden.» Er werde sich in den nächsten Tagen mit Kommandant Stefan Blättler treffen, um das Vorgehen wie etwa eine Website-Sperrung zu besprechen.

Blättler verurteilt die Gewaltaufrufe gegen einzelne Mitarbeiter. Anzeige erstatten könne die Polizei selbst in diesen Fällen nicht, sie biete den betroffenen Mitarbeitern aber volle Unterstützung. Laut «Schweiz aktuell» überlegen sich sechs der Fahnder, Strafanzeige wegen Persönlichkeitsverletzung einzureichen. Blättler: «Ich habe ein Kurzgutachten in Auftrag gegeben, um die rechtlichen Möglichkeiten abzuklären. Wir studieren nun die Ergebnisse und prüfen weitere Massnahmen.» Die Indymedia-Betreiber sind davon wenig beeindruckt: Sie posteten am Montagabend extra noch mal die Fotos der Fahnder.

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