Vorweihnachtszeit: Mehr Schweizer Einkaufstouristen
Aktualisiert

VorweihnachtszeitMehr Schweizer Einkaufstouristen

Noch immer steigt die Zahl der Schweizer, die dank des tiefen Euros im Ausland einkaufen. Am stärksten betroffen ist die Region Basel.

von
Jonas Hoskyn
Der tiefe Euro beschert den Zöllnern viel Arbeit. Foto: grenzwache region basel/hys

Der tiefe Euro beschert den Zöllnern viel Arbeit. Foto: grenzwache region basel/hys

Rund 2,7 Millionen Ausfuhrbelege haben die deutschen Zöllner an der Grenze zu Basel dieses Jahr bereits abgestempelt. Das sind gut ein Drittel mehr als im Vorjahr – und schon damals boomte wegen dem damals vermeintlichen Tiefstand des Euro der Einkaufstourismus über die Grenze. «Das Ganze hat ein derartiges Ausmass angenommen, dass wir an die Kapazitätsgrenze kommen», so Patrick Gantenbein von der Grenzwachtregion Basel. Im Hinblick auf die Vorweihnachtszeit wird nun umstrukturiert. Ab heute werden immer freitags und samstags die Grenzübergänge Lysbüchel, Freiburgerstrasse, Grenzach-Whylen, Badischer Bahnhof und Laufenburg besetzt. «Es geht nicht darum, Jagd auf Schmuggler zu machen», so Gantenbein über die erstmalige Aktion. «Das ist ein Serviceangebot von uns.»

Bemerkenswert ist, dass die Region Basel schweizweit am stärksten vom Einkaufstourismus betroffen ist. Zwar verzeichnen auch andere Grenzregionen einen Zuwachs von Grenzgängern, «allerdings nicht im gleichen Ausmass», so Gabriela Walser von der Grenzwachtsregion Schaff­hausen. Mit einem Ansturm vor den Feiertagen rechnet sie aber ebenso wenig wie ihr Ostschweizer Kollege Clemens Lutz: «Das können wir alles in den täglichen Einsatz miteinbeziehen», so Lutz.

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