Versuche: Mehr Tiere müssen der Forschung dienen
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VersucheMehr Tiere müssen der Forschung dienen

In der Schweiz sind im vergangenen Jahr etwas mehr Tiere in Tierversuchen eingesetzt worden als im Vorjahr. Insgesamt wurden 731 883 Tiere verwendet, 0,8 Prozent mehr als im Jahr 2007.

Die Zahl der schwerbelastenden Versuche ging um 15 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) am Donnerstag mitteilte. Bei 78 Prozent der eingesetzten Versuchstiere handelte es sich um Nagetiere wie Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen. Vögel, insbesondere Geflügel, wurden in elf Prozent der Fälle verwendet und zwar im Rahmen von Fütterungsversuchen und Studien zur tiergerechten Haltung, wie das BVET schreibt. Schliesslich wurden auch Fische, verschieden Haustierarten sowie Kaninchen, Amphibien, Primaten und weitere Säugetiere für Versuchszwecke verwendet.

Weniger Tiere für Pharma

Knapp die Hälfte der Versuchstiere wurde im vergangenen Jahr in der Industrie eingesetzt. Das sind rund neun Prozent weniger als im Vorjahr. Gut ein Drittel der Tiere - oder sieben Prozent mehr als im Jahr 2007 - wurden an Hochschulen und Spitälern eingesetzt. Für die Forschung mit Kosmetika wurden auch 2008 keine Tiere verwendet.

Im Berichtsjahr 2008 waren insgesamt 3325 Tierversuchsbewilligungen und Entscheide über meldepflichtige Tierversuche gültig. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. 882 Bewilligungen beziehungsweise Entscheide wurden neu erteilt (-17 Prozent), wovon zwei Drittel mit Auflagen. Drei Gesuche wurden abgelehnt. (dapd)

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