Kantonsrat Zürich: Mehr Transparenz bei Uni-Professoren gefordert
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Kantonsrat ZürichMehr Transparenz bei Uni-Professoren gefordert

Uni-Professoren sollen ihre Interessenbindungen künftig offenlegen. Der Zürcher Kantonsrat hat eine entsprechende Änderung des Unigesetzes in einer ersten Lesung beraten.

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Der Zürcher Kantonsrat will die Professoren der Universität Zürich zu mehr Transparenz zwingen.

Der Zürcher Kantonsrat will die Professoren der Universität Zürich zu mehr Transparenz zwingen.

Keystone/Ennio Leanza
Sie sollen ihre Interessenbindungen offenlegen - Blick in den Innenhof der Uni.

Sie sollen ihre Interessenbindungen offenlegen - Blick in den Innenhof der Uni.

Keystone/Alessandro Della Bella
Auslöser dafür ist ein umstrittener Sponsoring-Vertrag zwischen der Grossbank UBS und der Uni. Studenten demonstrieren im Dezember 2013 vor der Universität Zürich dagegen.

Auslöser dafür ist ein umstrittener Sponsoring-Vertrag zwischen der Grossbank UBS und der Uni. Studenten demonstrieren im Dezember 2013 vor der Universität Zürich dagegen.

Keystone/Walter Bieri

Der Kantonsrat hat am Montag eine entsprechende Änderung des Universitätsgesetzes in erster Lesung beraten. Definitiv ist die neue Regelung zwar noch nicht, da die zweite Lesung mit Schlussabstimmung erst in etwa vier Wochen stattfindet.

Der Vorstoss von Grünen, GLP und SP ist aber unbestritten. Sämtliche Fraktionen waren am Montag dafür, dass Professoren und Professorinnen über ihre Nebentätigkeiten Auskunft geben sollen. Gemeint sind damit etwa der Sitz in einem Stiftungsrat oder die Beratungstätigkeit für eine Krankenkasse.

«Es ist wichtig zu wissen, für wen ein Professor sonst noch arbeitet», begründete der Sprecher der Grünen den Vorstoss. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Professoren auch immer wieder den Medien Auskunft geben würden, aktuell etwa zum Thema Rentenreform.

Auslöser für den Vorstoss war das umstrittene Sponsoring der UBS an der Universität Zürich, dessen Ausmass längere Zeit geheim blieb. Aufgrund der öffentlichen Kritik führte die Uni inzwischen eine Sponsoring-Verordnung ein, welche die Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen regeln und transparent machen soll.

Uni soll über Veröffentlichung entscheiden

Die am Montag behandelte parlamentarische Initiative von Grünen, Grünliberalen und SP will nun auch die Professorinnen und Professoren in die Pflicht nehmen.

Der Vorstoss wurde allerdings in abgeänderter Form unterstützt: Wurde in der ursprünglichen Vorlage noch gefordert, dass die Uni die Nebentätigkeiten in einem Register öffentlich macht, lässt die aktuelle Variante die Art der Publikation offen. Die Uni soll also selber entscheiden können, was mit den Daten passieren soll.

Die Alternative Liste (AL) forderte deshalb in der Debatte, dass der Universitätsrat möglichst schnell eine Lösung ausarbeitet, wie er die Daten öffentlich machen will.

An anderen Universitäten, beispielsweise in Bern und Basel, müssen Professoren und Professorinnen ihre Nebentätigkeiten bereits offenlegen. Auch die ETH Zürich will von ihren Professoren wissen, welchen Tätigkeiten sie in ihrer Freizeit nachgehen.

(sda)

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