Mehr Verkehrsunfälle in der Stadt Zürich
Aktualisiert

Mehr Verkehrsunfälle in der Stadt Zürich

Zum zweiten Mal in Folge ist im Jahr 2007 in der Stadt Zürich die Zahl der Verkehrsunfälle leicht, um 2 Prozent, angestiegen. Deutlichere Zunahmen gab es bei den Verletzten, während sich die Zahl Getöteter fast halbierte.

3959 Verkehrsunfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr auf den Strassen der Stadt Zürich. Dies sind durchschnittlich zwischen 10 und 11 Unfälle pro Tag. 2006 war die Zahl der Unfälle mit 3904 leicht tiefer ausgefallen, wie es an einer Medienkonferenz der Dienstabteilung Verkehr am Montag hiess.

10 Prozent mehr Verletzte

Bei den Unfällen wurden 1388 Personen verletzt, plus 10 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der letzten beiden Jahre. 185 Personen erlitten schwere Verletzungen (Vorjahr 178). 6 Personen wurden letztes Jahr im Strassenverkehr getötet, gegenüber 10 im 2006.

Martin Guggi, Stellvertretender Direktor der Dienstabteilung Verkehr, sprach von einer «insgesamt positiven Entwicklung». So sei die Marke von 4000 Verkehrsunfällen erneut unterschritten worden, obwohl es seit dem Rekordtief von 2005 wieder leichte Zunahmen gebe.

Eine Entspannung gab es bei Unfällen wegen Alkohol und nicht angemessener Geschwindigkeit. Dagegen nahmen Tramkollisionen, Unfälle mit Senioren, insbesondere Fussgängern sowie den trendigen Motorrollern deutlich zu.

Plus 40 Prozent Unfälle mit Tram

Im Vergleich zum Durchschnitt der beiden vorangegangenen Jahre gab es 40 Prozent mehr Kollisionen mit Trams - insgesamt 130, davon drei mit Toten. Die Zahl Verletzter hat sich fast verdoppelt auf insgesamt 94. Bei 90 Prozent der Unfälle hatten entweder Fussgänger oder Autofahrende den Vortritt eines Trams missachtet.

Die Zahl von Unfällen mit Motorrollern stieg im Vergleich zum Durchschnitt der beiden Vorjahre um gut 50 Prozent auf 133, die Anzahl Verletzter nahm um 60 Prozent zu. Einen weiteren Schwerpunkt gab es schliesslich bei den Unfällen von Senioren mit plus 23 Prozent.

Entsprechend fokussieren die Dienstabteilung Verkehr und die Stadtpolizei 2008 ihre Prävention auf diese drei Bereiche. Laufende Kampagnen zu Tram- und Seniorenunfällen werden verstärkt, bei den Rollern wird im April die Kampagne «Roller2008» gestartet.

Zusätzlich werde in den Tempo-30-Zonen ein Schwerpunkt gesetzt. Hier stieg die Zahl der Kollisionen um 15 Prozent auf 281, gleichzeitig ging aber die Zahl Schwerverletzter um 35 Prozent zurück. Unter anderem mit einem verstärkten Einsatz mobiler Blitzkästen sollen die sehr häufigen Tempoüberschreitungen in den Tempo-30-Zonen stärker geahndet werden. (sda)

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