Mehr Werbepausen am TV

Aktualisiert

Mehr Werbepausen am TV

Die EU-Kulturminister beraten am Montag in Brüssel über eine Lockerung der Vorschriften für Fernsehwerbung. Anlass ist ein Vorschlag der EU-Kommission, künftig mehr Werbeunterbrechungen pro Stunde zuzulassen.

An der zeitlichen Begrenzung von maximal zwölf Minuten Reklame pro Stunde will die Kommission aber festhalten. Der deutsche Kulturstaatsminister Bernd Neumann dürfte dagegen für eine Aufhebung dieser Grenze eintreten.

Die Bundesregierung sieht das Problem weniger in klassischer Werbung als in versteckter - und hätte deshalb gern ein europaweites Verbot von Produktplatzierung. Diese wiederum will die EU-Kommission in ihrem Vorschlag einer neuen Fernsehrichtlinie ausdrücklich erlauben. Sie argumentiert, Produktplatzierung sei im europäischen Fernsehen schon allein wegen der aus den USA übernommenen Spielfilme und Serien gang und gäbe. Im Interesse der europäischen Filmindustrie gelte es diese Realität anzuerkennen, gleichzeitig aber gewisse Beschränkungen festzulegen, wie etwa ein Verbot in Kindersendungen und Nachrichten. (dapd)

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