Aktualisiert 19.11.2007 13:29

Mehr Wurst für die EU

St. Galler Bratwurst, Saucisson vaudois, Coppa und Appenzeller Mostbröckli sind ab 1. Januar zollfrei in die Europäische Union exportierbar.

Das Kontingent für die Wurstspezialitäten beträgt netto 1900 Tonnen pro Jahr.

Der EU-Ministerrat gab laut Ratsangaben am Montag in Brüssel grünes Licht für die provisorische Vereinbarung, seitens der Schweiz war die Zustimmung bereits erfolgt. «In der nächsten oder übernächsten Woche werden die ersten Kontingente ausgeschrieben», sagte Jürg Jordi vom Bundesamt für Landwirtschaft auf Anfrage.

Im Gegenzug können die EU-Staaten künftig netto 3715 Tonnen ihrer Fleischspezialitäten zollfrei in die Schweiz einführen - und zwar neu alle EU-Staaten.

Bisher galt die Vorzugsbehandlung aufgrund alter bilateraler Verträge nur für Italien sowie in kleinerem Ausmass für Deutschland, Frankreich und Ungarn; die Importmenge betrug insgesamt 2915 Tonnen.

Die Änderung erfolgte auf Druck anderer EU-Staaten, welche eine Gleichbehandlung forderten, die Schweiz setzte nun ein Gegenrecht durch. Die neue Regelung ist vorläufig auf zwei Jahre bis Ende 2009 beschränkt, in dieser Zeit wollen Bern und Brüssel ein formelles Abkommen aushandeln.

(sda)

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