03.09.2020 17:06

«Cold War»Mehrere E-Sportler arbeitslos wegen neuem «Call of Duty»-Game

Kaum ist die «Call of Duty» League vorüber, wird die nächste Saison angekündigt. Doch eine Formatänderung führt dazu, dass jedes Pro-Team nun einen Spieler freistellen oder auf die Ersatzbank schicken muss.

von
Riccardo Castellano
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Die «Call of Duty» League bricht Rekorde. Nach dem Final-Sonntag kommt nur einen Tag später die Ankündigung für die zweite Saison.

Die «Call of Duty» League bricht Rekorde. Nach dem Final-Sonntag kommt nur einen Tag später die Ankündigung für die zweite Saison.

Activision
In dieser gibt es einen Game-Wechsel. Fortan wird das kommende Spiel «Call of Duty: Black Ops Cold War» gespielt.

In dieser gibt es einen Game-Wechsel. Fortan wird das kommende Spiel «Call of Duty: Black Ops Cold War» gespielt.

Activision
Doch da kommt mehr. In Zukunft spielen die E-Sportler nicht in Fünfer- sonder in Vierer-Teams.

Doch da kommt mehr. In Zukunft spielen die E-Sportler nicht in Fünfer- sonder in Vierer-Teams.

CODL

Darum gehts

  • Die «Call of Duty»-League kündet kurz nach dem Finale ihre zweite Saison an.
  • An der neuen Saison wird das kommende Game «Black Ops Cold War» gespielt.
  • Eine Formatänderung von Fünfer- auf Vierer-Teams führt zu mehreren Entlassungen in den Teams.
  • Der frische Weltmeister James «Clayster» Eubanks von Dallas Empire ist nach nur einem Tag nach dem Finale auf der Suche nach einem neuen Team.

Die offizielle «Call of Duty»-Liga vom Entwickler Activision war ein Riesenerfolg. Die Shooter-Serie erlebte einen regelrechten E-Sport-Schub: Das Finalspiel am 31. August erzielte einen Zuschauer-Peak von über 300’000. Die bisher grösste Anzahl in der Geschichte des Games.

Es dauerte nicht mal einen Tag, bis die Veranstalter die neue Saison der «Call of Duty» League ankündigten. Die Turniere werden fortan mit dem Nachfolger «Call of Duty: Black Ops Cold War» abgehalten. Doch das ist nicht die einzige Änderung am Liga-Format. In Zukunft spielen nicht mehr Fünfer-Teams gegeneinander, sondern Vierer-Teams.

Zukunft der Spieler ungewiss

Den Wechsel auf die kleinere Team-Zahl wird in der Community grundsätzlich befürwortet. Es sorgt für übersichtlichere Spiele für die Zuschauer und mehr taktischen Tiefgang für die Profi-Gamer selber. Doch für die bestehenden Organisationen hat das Konsequenzen: Über 12 Liga-Teams müssen ihren nun obsoleten fünften Spieler entweder auf die Ersatzbank schicken oder sogar ganz freistellen. Kritik an Activision wird laut.

Besonders die neuen Weltmeister vom 31. August trifft es hart. Das Team Dallas Empire gewann 1,5 Millionen Dollar an Preisgeld und konnte nicht lange feiern: Sie mussten ihr Teammitglied James «Clayster» Eubanks spicken. Der dreifache Weltmeister ist jetzt ein Free Agent und sucht nun nach einem anderen Team. Auf Twitter äussert auch er seinen Unmut: «Es ist herzzerreissend. Es fühlt sich scheisse an, alles für ein Ziel zu geben und dann einfach geschmissen zu werden», sagt Clayster.

Eine mögliche Lösung wird es sein, durch die kleineren Teams die Gesamtmenge an Teilnehmern zu erhöhen. So könnten theoretisch die derzeit überflüssigen Spieler in einem separaten Vierer-Team teilnehmen. Bisher hat Activision oder die «Call of Duty» League noch keine Pläne für die Profi-Gamer angekündigt. Sicher ist: Auch andere Spieler der Liga werden um ihren Platz im Team bangen müssen.

«Call of Duty»: Der Klassiker

Nicht nur brach das Finalspiel sämtliche Zuschauerrekorde, die Liga an sich erlebte in der Community ein überaus positives Feedback. Vor allem im Vergleich zur Schwester-Liga, die «Overwatch» League, die ebenfalls von Activision betreut wird.

«Call of Duty: Black Ops Cold War» wird am 13. November erscheinen und ersetzt im E-Sport den Vorgänger «Modern Warfare». Die «Call of Duty»-Serie ist bekannt für realistische Shooter, thematisch aufgeteilt in verschiedenen Epochen der Geschichte.

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24 Kommentare
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Mimimi

04.09.2020, 14:56

Jammeris, kein Mitleid! Null

Herr Breütigäm

04.09.2020, 14:44

wie wär es mit anständiger Arbeit zu beginnen nun ?

Meine Meinung

04.09.2020, 12:36

"E-Sportler arbeitslos" - hmmm E-Sport ist kein Sport, so wie Schach auch nicht als Sport gilt. Und eine Arbeit ist es ja auch nicht wirklich - auch wenn seltsamerweise einige damit Geld verdienen. Somit ist die Beschreibung falsch, und müsste heissen "Gamer haben nichts zu tun."