Kanton Graubünden: Mehrere Personen infiziert – Kantonsärztin warnt vor Face Shields
Aktualisiert

Kanton GraubündenMehrere Personen infiziert – Kantonsärztin warnt vor Face Shields

Im Kanton Graubünden ist es zu Ansteckungen mit dem Corona-Virus gekommen, obwohl Betroffene zum Schutz ein Plastikvisier trugen.

von
Reto Heimann
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In Graubünden haben sich mehrere Personen mit dem Corona-Virus angesteckt, obwohl sie ein Face Shield trugen.

In Graubünden haben sich mehrere Personen mit dem Corona-Virus angesteckt, obwohl sie ein Face Shield trugen.

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Sogenannte Face Shields helfen nicht zum Schutz gegen Corona. Das sagt das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden.

Sogenannte Face Shields helfen nicht zum Schutz gegen Corona. Das sagt das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden.

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Allenfalls helfen die Shields in Kombination mit einer Maske. Alleine sind sie kein Corona-Schutz.

Allenfalls helfen die Shields in Kombination mit einer Maske. Alleine sind sie kein Corona-Schutz.

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Darum gehts

  • Die Bündner Kantonsärztin warnt vor Face Shields, den Gesichtsvisieren aus Plastik.
  • Die Face Shields böten nur ungenügenden Schutz vor Infektionen: Gemäss Bündner Gesundheitsamt haben sich mehrere Personen sich angesteckt, obwohl sie ein Face Shield getragen haben.
  • Die Corona-Situation verschäft sich insgesamt im Kanton Graubünden.

Das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden warnt davor, Plastikvisiere, auch unter dem Namen Face Shields bekannt, zum Schutz vor dem Coronavirus zu tragen. Es sei zu mehreren Ansteckungen gekommen, obwohl Betroffene ein solches Visier getragen hätten.

Die Kantonsärztin Marina Jamnicki rät von einer alleinigen Verwendung der Face Shields ab. Sie würden bloss ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln, schreibt das Gesundheitsamt in einer Mitteilung. Stattdessen soll der Mindestabstand von anderthalb Metern zwingend eingehalten werden. Die Face Shields sind besonders in der Gastroszene im Einsatz.

Das Bündner Gesundheitsamt schreibt weiter, dass sich die Situation hinsichtlich des Corona-Virus in den letzten Tagen verschärft habe. So waren am Sonntagabend 10 Personen in Isolation und 136 in Quarantäne. Sechs Personen sind nachweislich am Virus erkrankt.

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