Mehrere Strassen wegen umgestürzter Bäume blockiert

Aktualisiert

Mehrere Strassen wegen umgestürzter Bäume blockiert

Bei der Kantonspolizei Zürich sind in der Nacht auf Freitag sowie am Freitagmorgen rund 40 Meldungen über Sturmschäden eingegangen.

Die Meldungen kamen aus dem gesamten Kantonsgebiet und bezogen sich vor allem auf umgestürzte Bäume, welche die Fahrbahn blockierten.

Mittlerweile werde mit keinen neuen Schadensmeldungen mehr gerechnet, sagte Polizei-Sprecher Hans Leuenberger am Freitagnachmittag auf Anfrage.

Bei der Stadtpolizei Zürich gingen rund drei Dutzend Schadensmeldungen ein, wie Sprecherin Judith Hödl auf Anfrage erklärte. Zwei Personen seien leicht verletzt worden. Eine Rentnerin erlitt eine Schulterverletzung durch ein umherwirbelndes Plakat am Bellevue. Einem Rentner fiel ein Blumentopf auf den Kopf.

Die weiteren Meldungen betrafen vor allem abgebrochene Äste sowie gelöste Bauabschrankungen. Ausserdem lösten sich auf dem Zürichsee einige Schiffe von ihrem Ankerplatz. Die Wasserschutzpolizei hat sie laut Hödl jedoch wieder befestigt.

Bei den Zürcher Verkehrsbetrieben (VBZ) führten laut Sprecherin Daniela Tobler vor allem Äste zu Behinderungen. Deshalb musste am Donnerstagabend eine Busline unterbrochen werden. Am Freitagmorgen waren zwischen 6 und 8 Uhr zwei Buslinien nicht in Betrieb. Auf Bergstrecken gab es bei den Trams geringfügige Verspätungen.

Noch 14 Flüge in Kloten annulliert

Eine Streckenunterbrechnung mussten die SBB von 10.30 bis 13.30 Uhr in Kauf nehmen. Auf der Strecke Mettmenstetten-Affoltern am Albis (S 9) war eine Hochspannungsleitung auf die Fahrleitung gefallen, wie Sprecher Roger Baumann sagte. Es wurde ein Busersatz eingesetzt.

Nach Auskunft von Unique-Sprecher Marc Rauch sind am Flughafen Zürich am Freitag noch 14 Flüge annulliert. Am Donnerstag waren laut Rauch 105 Annullationen zu verzeichnen, die mehrere tausend Personen betrafen.

Gebäudeversicherung erwartet geringe Schadensumme

Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich rechnet damit, dass wohl einige hundert Schadensmeldungen bei ihr eingehen werden. Der Betrag dürfte sich auf ein bis zwei Millionen Franken belaufen, sagte Peter Ridlofi, Leiter Schaden, der SDA auf Anfrage.

«Die Leute waren dank der Warnungen gut vorbereitet und haben entsprechende Massnahmen getroffen», sagte Ridolfi. Er gehe davon aus, dass nach dem Sturm an Dächern einzelne Ziegelsteine fehlten oder dass es von Fassaden Bleche weggerissen habe.

(sda)

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