Schwimmen: Meichtrys Freundin legt Einspruch ein
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SchwimmenMeichtrys Freundin legt Einspruch ein

Die Anfang Juli bei den Olympia-Trials in Omaha, Nebraska, positiv auf die Substanz Clenbuterol getestete Kalifornierin Jessica Hardy (21) hat bei der amerikanischen Anti- Doping-Agentur Einspruch eingelegt.

Hardys Anwalt Howard Jacobs erklärte, dass die drei Dopingtests, die am 1., 4. und 6. Juli erfolgt sind, ein ungewöhnliches Schema ergäben. Hardy sei einzig bei ihrem zweiten Test positiv auf Clenbuterol getestet worden, die anderen beiden seien negativ gewesen, so Jacobs, einer der führenden US-Sportanwälte.

Jessica Hardy, die Freundin des in Kalifornien lebenden Schweizer Crawl-Spezialisten Dominik Meichtry, hofft weiterhin auf eine Olympiateilnahme. Die ehemalige Weltrekordhalterin über 100 m Brust hätte in Peking zu den Favoritinnen gehört.

«Ich bin und war immer clean und nun dieser Tiefschlag. Es ist wie in einem Albtraum», sagte Hardy in einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender CBS. Sie habe noch nie von Clenbuterol - einem Mittel, das zur Behandlung von Asthma und in der Tiermedizin eingesetzt wird und bei hoher Dosis eine «anabole» Wirkung zur Folge haben kann - gehört, sagt Hardy. Ihr droht eine zweijährige Sperre.

Dominik Meichtry, der sich seit Mittwoch im Vorbereitungslager der Schweizer Schwimmer in Singapur befindet, wollte zum Dopingfall Hardy nichts sagen: «Ich äussere mich grundsätzlich nicht zu den Dopingvorwürfen an meine Freundin Jessica. Sobald die Sachlage offiziell und abschliessend geklärt ist, werde ich dazu Stellung nehmen. Bis dahin werde ich meine gesamte Konzentration auf die Vorbereitung der Olympischen Spiele richten, um meine sportlichen Ziele zu erreichen.»

(si)

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