Diebstahl in Baar/ Sihlbrugg: «Mein 3-Meter-Kotelett ist 1800 Franken wert»
Aktualisiert

Diebstahl in Baar/ Sihlbrugg«Mein 3-Meter-Kotelett ist 1800 Franken wert»

Es ist drei Meter hoch und dutzende Kilogramm schwer. Doch vom Riesen-Kotelett aus Baar fehlt immer noch jede Spur. Die Polizei amüsiert sich über den Fall, nimmt ihn aber ernst.

von
Daniela Gigor
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Das Werbe-Kotelett stand vor einem Restaurant in der Blegistrasse.

Das Werbe-Kotelett stand vor einem Restaurant in der Blegistrasse.

Zuger Polizei
2014 wurde diese Riesen-Bratwurst im Toggenburg gestohlen.

2014 wurde diese Riesen-Bratwurst im Toggenburg gestohlen.

Kapo St. Gallen
Letzten Herbst entwendeten Unbekannte ein Werbe-Schwein in Appenzell Innerrhoden.

Letzten Herbst entwendeten Unbekannte ein Werbe-Schwein in Appenzell Innerrhoden.

Er dürfte bei der Zuger Polizei als kuriosester Diebstahl des Jahres 2019 in die Geschichte eingehen: Vor zwei Wochen wurde an der Blegistrasse in Baar/Sihlbrugg vor dem Restaurant Grill-Bill ein Werbe-Kotelett gestohlen. Die Zuger Polizei veröffentlichte darauf hin auf Social Media einen Zeugenaufruf.

«Alleine der Sockel wiegt etwa 50 Kilogramm und das Kotelett ist drei Meter hoch», sagt Donat Kunz, Geschäftsführer der betroffenen Fleisch Discount AG. Der Grill-Bill-CEO ist sich sicher, dass sein Kotelett nicht von einer Person alleine abtransportiert werden konnte: «Mein Kotelett muss in einem Lieferwagen verstaut worden sein. In einem Auto hätte es keinen Platz gehabt.»

Das Kotelett war sauteuer

Kunz hat keine Ahnung, wer sich am riesigen, schön marmorierten Fleischstück vergriffen haben könnte: «Vielleicht war es ein Deko-Sammler, denn dass es ein Mitbewerber war, ist nicht vorstellbar.» Bei seinem Kotelett handelt es sich um eine Sonderanfertigung in seinem Auftrag. Insgesamt liess er vier Stück produzieren, die vor den Grill-Bills oder Fleisch-Discount-Filialen in Baar/Sihlbrugg, Sursee, Wetzikon und Bilten stehen. Jedes der Werbe-Koteletts kostete ihn rund 1800 Franken – kein Wunder, will Kunz den Werbeträger zurück.

Den Diebstahl hat er bei der Zuger Polizei zur Anzeige gebracht. Der entscheidende Hinweis ist bis jetzt trotz Zeugenaufruf noch nicht eingegangen: «Auch wenn es im ersten Moment lustig klingt, handelt es sich hier um einen Diebstahl, also eine Straftat und kein Lausbubenstreich», sagt Polizeisprecher Frank Kleiner. Die Polizei bittet nach wie vor um Hinweise aus der Bevölkerung.

Kotelett in Sursee war auch schon betroffen

Laut Kunz ist es nicht das erste Mal, dass sich Diebe an einem seiner Koteletts vergriffen haben. In Sursee sei das Fleischstück aber nur ein paar hundert Meter verschoben worden. Kunz: «Falls das gestohlene Kotelett nicht auftauchen wird, werde ich ein Neues machen lassen oder jenes aus Bilten nach Baar/Sihlbrugg verschieben.»

Für die Fahndung nach dem Kotelett kann die Zuger Polizei wohl auch nicht auf einen Vierbeiner setzten. Denn in diesem Falle würde auch die sensible Nase eines Polizeihundes kaum auf die richtige Fährte führen.

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