3 mit Drama: «Mein alter Schulfreund hat nur noch zum Kinderkriegen Sex»
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3 mit Drama«Mein alter Schulfreund hat nur noch zum Kinderkriegen Sex»

Bruce will sein Leben auf die Reihe kriegen und sucht bei seinem Freund Patrick Rat. Doch die Erzählungen des Vaters erwecken nicht den Eindruck, als wüsste er, was er tut.

von
Bruce
Zora Schaad
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Patrick, ein ehemaliger Schulfreund von Bruce, erzählt ihm aus seiner Beziehung – und warum es Sex nur noch zum Kindermachen gibt.

Patrick, ein ehemaliger Schulfreund von Bruce, erzählt ihm aus seiner Beziehung – und warum es Sex nur noch zum Kindermachen gibt.

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Er ist ein bekannter Musiker, gilt als hetero – ist aber bi. Bruce wird auf der Strasse erkannt und empfängt Journalist*innen für Homestorys. Er liebt Hanna, hat aber trotzdem die sogenannte Fomo (fear of missing out), weil seine Gefühle für Männer zu kurz kommen. (Symbolbild)
Bruce

Er ist ein bekannter Musiker, gilt als hetero – ist aber bi. Bruce wird auf der Strasse erkannt und empfängt Journalist*innen für Homestorys. Er liebt Hanna, hat aber trotzdem die sogenannte Fomo (fear of missing out), weil seine Gefühle für Männer zu kurz kommen. (Symbolbild)

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Sie ist Single mit wechselnden Liebschaften. Verliebt sich wahllos, hat schwielige Finger vom Tinder-Swipen und sucht Mr. Right immer da, wo er gerade nicht ist. (Symbolbild)
Ella

Sie ist Single mit wechselnden Liebschaften. Verliebt sich wahllos, hat schwielige Finger vom Tinder-Swipen und sucht Mr. Right immer da, wo er gerade nicht ist. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Bruce trifft sich mit Patrick, einem alten Schulfreund, der ihm zu mehr Seriosität verhelfen soll.

  • Patrick verkauft das «verantwortungsbewusste» Leben aber schlecht.

  • Partnerin, Familienagenda und Sex nur noch zum Kinderkriegen? Nein, danke.

  • Bruce sucht neue Wege, einen neuen Lebenswandel zu finden.

Ella, Lars und ich waren uns nach unserer letzten Eskapade einig: Wir müssen unser Leben in den Griff kriegen. Aber das ist einfacher gesagt, als getan. Schliesslich gibt es ja kein Handbuch für einen gutbürgerlichen Lebenswandel. Und bisher war ich eigentlich auch ganz zufrieden mit meinem Gewurstel. Was ich aber weiss: Menschen mit Kindern gehören zu der Sorte Menschen, die im Allgemeinen einem verantwortungsvollen Dasein frönen. Schliesslich müssen sie sich ja auch um die Brut kümmern.

Also beschloss ich, mich wieder einmal bei Patrick zu melden. Patrick war ein alter Gymi-Freund von mir, zu dem ich aber in den letzten Jahren kaum noch Kontakt hatte. Wie das so ist: Nach einer tollen Zeit in der Schulband hatten wir bemerkt, dass wir ausser schiefen Akkorden wenig gemeinsam hatten und uns aus den Augen verloren. Über eine dieser furchtbaren Geburtsanzeigekarten hatte ich vor einiger Zeit erfahren, dass er Vater geworden war. Das hatte mein Bedürfnis, ihn wiederzusehen, nicht gerade gesteigert. Aber nun herrschte Not!

«Ich augenrollte schon vor unserem Treffen»

Einen Termin mit ihm zu finden, war gar nicht so einfach. Er musste unseren Biertermin erst mit seiner «Partnerin» besprechen und «die Familienagenda jonglieren». Und viel Zeit habe er auch nicht, machte er gleich zu Beginn klar. Ich augenrollte schon vor unserem Treffen.

«Hey, schon ewig nicht mehr gesehen!», begrüsste ich ihn in einem dieser sterilen Yuppie-Cafés, das er für unser Treffen ausgesucht hatte. «Wie geht es dir?», «Sehr gut!», erklärte Patrick. Er trug ein gebügeltes Polo-Shirt und Ringe unter den Augen. Patrick ging zwei Klassen über mir zur Schule, aber so alt hatte ich ihn nicht in Erinnerung. Ausführlich erzählte er mir von seinem kleinen Zelda-Serafin, der schon einige Worte sagen könne und am liebsten Zootier-Pasta zum Zmittag esse. Ohne Sauce!

«Arbeitest du immer noch bei dieser Versicherung?», fragte ich höflichkeitshalber. Das tat er. Sie hätten super Teilzeitmodelle und so könnten er und seine «Partnerin» (schon wieder dieses Wort!) Julia sich die Betreuungsarbeit aufteilen. Also: Er arbeite 80 Prozent und Julia zwei Tage als Yogalehrerin. Während er erzählte, leerte er in beeindruckendem Tempo zwei grosse Bier in sich hinein und wirkte danach schon ziemlich betrunken.

«Er erzählte, ein neues Kind würde sie sicher mehr zusammenschweissen»

Nachdem wir den wichtigsten Smalltalk ausgetauscht und uns über die grössten Deppen aus unserer Schulzeit ausgelassen hatten, kamen wir zum Wesentlichen: «Was läuft denn so bei dir?», wollte ich wissen. Patrick hatte früher nicht viel anbrennen lassen und mich interessierte, wie das heute so mit Kind und Kegel lief. Er lächelte verlegen. «Also, Julia und ich versuchen, ein zweites Kind zu bekommen. Aber es klappt grad nicht so gut», erzählte er.

Ich war enttäuscht und gelangweilt. «Wir haben jetzt immer zu ihren fruchtbaren Tagen Sex. Ihren Eisprung trägt sie mit pinkem Edding in der Familienagenda ein.» Jetzt war ich angewidert. Nach dem dritten Bier erzählte er mir mehr aus seiner «Partnerschaft» und dass es halt nach fünfeinhalb Jahren Beziehung nicht mehr so prickelnd laufe. Aber sie seien ein super Team und ein neues Kind würde sie sicher noch mehr zusammenschweissen.

Ich hatte genug gehört und suchte einen Vorwand, um mich zu verabschieden. Patrick war enttäuscht. Er habe noch bis neun Uhr Zeit, erklärte er hoffnungsvoll und lallend. Ich verabschiedete mich. «Gerne bald wieder!», log ich. So klappt das nicht mit dem seriös werden, dachte ich. Aber wie sonst? Habt ihr eine Idee? Dann schreibt mir unter onelove@20minuten.ch.

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Drei mit Drama

Ella, Lars und Bruce heissen in Wirklichkeit gar nicht so und auch einige Angaben sind geändert. Was aber stimmt: Ihr Shit mit dem Herz. Die drei Besties teilen Küche, Klatsch und Kummer. Mit sich – und mit euch. Eigentlich auf der Suche nach dem Perfect Other stolpern sie allzu oft über stalkende Exen, prickelnde Tensions – vor allem aber über sich selbst. Läuft bei uns! 20 Minuten erzählen sie exklusiv von ihrem Love Struggle.

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Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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