Aktualisiert 07.11.2019 10:06

Uhr explodiert«Mein Arm fühlte sich an, als ob er gerade schmilzt»

Schmerzhafte Erfahrung: Die Fitbit-Uhr eines Amerikaners soll im Schlaf am Handgelenk explodiert sein. Der Hersteller will den Fall nun untersuchen.

von
tob
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Der Amerikaner Ethan Landers musste notfallmässig ins Spital, nachdem seine Fitbit-Uhr im Schlaf am Handgelenk explodiert war, wie er sagt.

Der Amerikaner Ethan Landers musste notfallmässig ins Spital, nachdem seine Fitbit-Uhr im Schlaf am Handgelenk explodiert war, wie er sagt.

Facebook/Ethan Landers
«Es hat sich angefühlt, als ob etwas durch meinen Arm schmelzen würde», beschreibt Landers den Vorfall.

«Es hat sich angefühlt, als ob etwas durch meinen Arm schmelzen würde», beschreibt Landers den Vorfall.

Facebook/Ethan Landers

«Ich wurde aus dem Schlaf gerissen und realisierte in Panik, dass etwas an meinem Handgelenk brannte», schreibt der Amerikaner Ethan Landers in einem Facebook-Beitrag. Es sei seine Fitbit-Uhr gewesen, die er dann abzuziehen versucht habe – erfolglos. Erst seine Frau habe das Armband der Uhr öffnen können, sagt er. Welches Uhrmodell er trug, ist nicht bekannt.

«Es hat sich angefühlt, als ob etwas durch meinen Arm schmilzt», beschreibt Landers den Vorfall weiter. Aus dem Gadget sei Rauch ausgetreten und ein beissender Geruch habe das Schlafzimmer erfüllt. Die Wunde am Handgelenk sei ganz weiss gewesen und es hätten sich bereits Blasen gebildet. Zur Abklärung begab sich der Amerikaner nach eigenen Angaben in die Notaufnahme. Die Ärzte hätten Verbrennungen dritten Grades diagnostiziert.

Traumatisches Erlebnis

Der Brand hinterlasse bleibende Schäden, erklärt Landers. «Ich habe wegen Nervenschäden kein Gefühl mehr in Teilen meines Handgelenks.» Die Narbe werde ihn zudem ein Leben lang an das traumatische Erlebnis erinnern. Wieso die Uhr zu brennen begann, ist unklar.

Uhr wird untersucht

Der Fall ist beim Hersteller bekannt. «Die Beschwerde von Herr Landers nehmen wir sehr ernst. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden steht an oberster Stelle», sagt ein Sprecher von Fitbit zu 20 Minuten. Die Produkte von Fitbit würden nach strengen Standards entwickelt und umfangreiche interne und externe Tests durchlaufen.

«Basierend auf unseren internen und unabhängigen Tests und Analysen von Drittanbietern glauben wir nicht, dass die gezeigten Verletzungen bei normalem Gebrauch auftreten können», so der Sprecher weiter. Man habe vor, den Fall eingehend zu prüfen. «Bisher hat Herr Landers sich jedoch noch nicht bereiterklärt, das Gerät an uns zurückzusenden», so der Sprecher.

Übernahme durch Google

Der Fitnessuhren-Hersteller Fitbit hat knapp 30 Millionen aktive Nutzer auf seiner Plattform. Die gespeicherten Gesundheitsdaten sind offenbar auch für Google interessant. Darum hat die Google-Konzernmutter Alphabet den Hersteller für 2,1 Milliarden Dollar gekauft. Die Daten würden nicht zu Werbezwecken verwendet, erklärt Google.

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