Aktualisiert 13.08.2019 05:14

Arbon TG

«Mein Boot Sharky wurde entweiht»

Unbekannte sind am Wochenende im Hafen von Arbon in ein Boot eingebrochen. Der betroffene Bootsbesitzer fordert nun Massnahmen.

von
mig
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Unbekannte sind im Arboner Hafen in ein Boot eingebrochen.

Unbekannte sind im Arboner Hafen in ein Boot eingebrochen.

Stadt Arbon
Der Hafen bietet insgesamt für rund 600 Boote Platz.

Der Hafen bietet insgesamt für rund 600 Boote Platz.

Google Maps
Auf dem Boot wurde Abfall liegen gelassen.

Auf dem Boot wurde Abfall liegen gelassen.

Leser-Reporter/R.L.

Bootsbesitzer R.L. ist seit über 15 Jahren leidenschaftlicher Seegänger. Am Samstag musste der 57-Jährige einen herben Dämpfer hinnehmen. In sein Boot wurde im Hafen von Arbon eingebrochen. R.L. sagt: «Mein Boot Sharky wurde entweiht. Für mich ist der Einbruch eine klare Verletzung der Privatsphäre.» Es sei besonders mental sehr belastend für ihn, da in seinem Boot viel Herzblut drin stecke, und da sei es ein Schock, wenn sich jemand auf seinem Boot austobe.

Die Unbekannten haben auf dem Boot Zigarettenstummel im WC zurückgelassen und Bierdosen sowie Esswaren an Deck. Der Sachschaden hält sich mit rund 100 Franken in Grenzen. Dennoch meldete der Bootsbesitzer den Vorfall bei der Polizei. Nun werden die Beweisstücke sichergestellt und die Untersuchungen eingeleitet. Der Thurgauer Kantonspolizei ist der Vorfall bekannt. Wie die Polizei bestätigt, gab es in den letzten Jahren wenige vergleichbare Fälle mit Sachbeschädigungen im Hafen von Arbon.

Forderung nach mehr Schutz

Seinem Frust hat der Bootsbesitzer auch in einem Post auf Facebook freien Lauf gelassen. Darin heisst es auch: «Überreste sind gesichert und das Gute an der ganzen DNA-Datenbank-Geschichte ist, dass auch noch nach Jahren solcher Abschaum überführt werden kann.»

Darüber hinaus fordert L. besseren Schutz der Boote im Arboner Hafen: «Bei anderen Bootsplätzen hat es Türen mit einem Code. Unbekannte haben so keinen Zutritt zu den Booten. Das sollte am Fritz-Jenny-Steg auch möglich sein.» Unter seinem Post haben sich weitere Bootsbesitzer gemeldet, die ebenfalls Opfer wurden von Sachbeschädigungen am selben Hafen.

Angesprochen auf allfällige Sicherheitsmassnahmen winkt der zuständige Hafenmeister Hans Schuhwerk ab: «Das kommt nicht in Frage. Zudem bringt nur eine Türe mit einem Code nicht viel.» Schuhwerk sagt weiter, dass der Hafen auch ein beliebter Ort für Touristen sei. Der gesamte Hafen solle für sie zugänglich bleiben. Etwas ändert sich aber. Die Beleuchtung des Stegs ist seit Montag wieder in Betrieb. Diese war zuvor aus Sicherheitsgründen wegen dem hohen Wasserstand ausgeschaltet gewesen.

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