YB-Star Christian Fassnacht - «Mein Drehbuch wäre genau so gewesen» – YB begeistert Fussballwelt
Publiziert

YB-Star Christian Fassnacht«Mein Drehbuch wäre genau so gewesen» – YB begeistert Fussballwelt

Mit einem 2:1-Sieg über den grossen Favoriten ManUnited startet YB spektakulär in die Champions-League-Saison. Bei den Engländern hadert man mit Schiedsrichter und Unglück.

von
Tobias Wedermann

Der Siegestreffer von YB-Stürmer Siebatcheu bringt das Wankdorf zum Beben.

SRF

Darum gehts

  • YB schafft die Mega-Sensation gegen Manchester United.

  • In der 95. Spielminute erzielten die Berner den Siegtreffer.

  • Nati-Star Fassnacht zeigte sich nach dem Spiel begeistert.

Ausverkauftes Stadion, Champions-League-Hymne und internationale Superstars zu Gast auf dem Kunstrasen im Berner Wankdorf – darauf mussten die Young Boys und ihre Anhänger seit Dezember 2018 warten. Am Dienstag war es wieder so weit und niemand anders als Cristiano Ronaldo, einer der grössten Fussballer aller Zeiten, stand mit Manchester United zum Beginn des Champions-League-Abenteuers gegenüber. Und CR7 drückte der Partie definitiv seinen Stempel auf. In der 13. Minuten traf er zum 1:0 für ManUnited, war in der Spitze, links, rechts und gar auch in der Defensive zu finden. Es war sein 135. Tor im 177. Champions-League-Spiel für Ronaldo. Eine unglaubliche Zahl.

Die Statistik spricht klar für die Young Boys

Doch der grosse Star des Abends sollte nicht der 36-jährige Portugiese sein – sondern die Mannschaft des amtierenden Meisters YB. Bereits in der Anfangsphase startet YB stark, setzte Akzente nach vorne und liess sich auch vom 0:1-Rückstand nicht beeindrucken. Und dann kam die Rote Karte gegen Manchesters Wan-Bissaka in der 35. Minute. Anschliessend lautete die Ausgangslage des Spiels nicht mehr Superstars gegen Underdogs oder David gegen Goliath, der Schweizer Meister YB dominiert das grosse Manchester United plötzlich. 53 Prozent Ballbesitz, 20 zu zwei Schüsse und acht zu eins Eckbälle lautete die Statistik am Ende des Spiels. Eine ganz klare Sprache.

In der 66. Minute gelang dann auch der mehr als verdiente Ausgleich durch Nicolas Ngamaleu. Die über 31’000 Zuschauerinnen und Zuschauer explodierten im Wankdorf-Stadion. Während die grossen Namen von Manchester United nur noch durch Zeitspiel auffielen, wollte YB den Sieg. Spätestens als Trainer David Wagner auch noch den offensiven Sulejmani für Verteidiger Hefti einwechselte, war klar, die Berner wollen alles oder nichts. Und sie wurden belohnt – in der fünften Minute der Nachspielzeit fing Siebatcheu einen miserablen Rückpass von ManUnited-Spieler Lingard ab, legte den Ball an Goalie de Gea vorbei ins Tor und brachte das Wankdorf zum Beben.

Solskjaer wollte Penalty und Rote Karte nach Foul an Ronaldo

«Wenn ich ein Drehbuch über diesen Abend hätte schreiben müssen, wäre es genau so gewesen», sagte ein strahlender Christian Fassnacht nach dem Spiel mit der Trophäe für den Mann des Spiels in der Hand. Es war sein 200. Pflichtspiel für YB. Auch Coach David Wagner sprach von einem fantastischen Abend, das Team habe eine grossartige Leistung gezeigt und auf dem Feld um jeden Zentimeter gekämpft: «Wenn ein Club wie wir einen Giganten des Weltfussballs schlägt und dann zwei, drei Tage für internationale Schlagzeilen sorgt, ist das einfach grossartig.»

Für Manchester-Trainer Ole Gunnar Solskjaer wäre derweil ein Unentschieden verdient gewesen, wie er nach der Partie sagte: «Wir hatten die Partie auch in Unterzahl im Griff, YB konnte kaum Chancen kreieren und dann kriegen wir zwei unglückliche Tore.» Mit der Roten Karte gegen seinen Spieler hadert er nicht – vielmehr, dass bei YB niemand vom Platz geflogen ist. «Als Cristiano alleine aufs Tor lief, wurde er klar geschubst. Für mich war das ein Penalty und somit auch eine Rote Karte», so Solskjaer.

Sein Captain Harry Maguire sieht das ähnlich, nimmt aber in erster Linie seinen Teamkollegen Jesse Lingard und dessen spielentscheidenden Rückpass in Schutz. «Wir Fussballer sind alle auch nur Menschen, die Fehler machen.» Er gibt zum Schluss den ManUnited-Fans auch etwas Zuversicht: «Wir haben Glück, dass es das erste Spiel war und wir jetzt noch genug Spiele haben, um dies zu korrigieren und unsere Lehren daraus zu ziehen.»

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

31 Kommentare