Aktualisiert 09.08.2011 09:28

FerienjobMein erster Tag in der Newsfabrik

Am ersten Tag ihres zweiwöchigen Ferienjobs auf der 20-Minuten-Online-Redaktion wird Johanna bereits interviewt. Sie freut sich auf eine spannende Zeit.

von
J.Krebs / J.Degelo
Die Gymnasiastin Johanna arbeitet für zwei Wochen bei 20 Minuten Online.

Die Gymnasiastin Johanna arbeitet für zwei Wochen bei 20 Minuten Online.

Johanna ist sechzehn Jahre alt und besucht das fünfte Gymnasium in Zürich. Sie wird die nächsten zwei Wochen als Ferienjob in der Redaktion von 20 Minuten Online verbringen. Ähnlich wie ihre Kollegin Julia wird sie andere Jugendliche, die diesen Sommer jobben, porträtieren.

«Als ich um 9 Uhr zum ersten Mal die noch ruhige Redaktion betrete, bin ich überrascht, wie ordentlich hier auf den ersten Blick alles aussieht. Es scheint gemächlich zu und her zu gehen, ich kann mir nur schwer vorstellen, wie hier im Höchsttempo Informationen ankommen, verarbeitet werden und innerhalb weniger Minuten fixfertig auf der Seite stehen.

Disziplinierte Lockerheit

Bereits nach meinem ersten Vormittag hier bin ich begeistert von der Art, wie hier alles wie am Schnürchen läuft. Die Mitarbeiter trinken entspannt aber konzentriert ihren Morgenkaffee und jeder scheint genau zu wissen, was er zu tun hat. Auch wenn alle vor ihren eigenen Computern sitzen, hört man von überall angeregte Gespräche über aktuelle Themen und Entwicklungen, und zwischendurch auch den einen oder anderen Witz. Erst an der Halb-Zehn-Uhr-Sitzung zeigt sich, dass es, wenn es darauf ankommt, auch mal ernst wird und schneller gehen muss.

Routiniert werden die wichtigsten Tagesthemen durchgesprochen, hier und da gibt der Chef noch einen kleinen Input oder einen Hinweis, wo man mehr in die Tiefe gehen oder genauer recherchieren sollte. Noch immer ist mir nicht ganz klar, wie in diesem lockeren Betrieb eine so klar strukturierte und gut funktionierende Online-Zeitung entsteht. Das werde ich wohl bald herausfinden, sitze ich doch bereits mitten im Geschehen an meinem eigenen Schreibtisch vor meinem eigenen Computer und trage meinen eigenen Teil zum Ergebnis bei. Bereits morgen fahre ich für das erste Porträt nach Bern.»

«Jeder Job ist auch eine Weiterbildung»

Es ist nicht das erste Mal, dass Johanna in den Ferien jobt. Letzten Frühling arbeitete sie für eine Woche in einem Bistro. Dazu befragt sie die 17-jährige Julia, die ebenfalls zwei Wochen bei 20 Minuten Online arbeitet.

Hast du bereits eine Vorstellung davon, was du später machen willst?

Johanna: Ich möchte gerne Geschichte studieren und dann im Journalismusbereich tätig sein.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich spiele Fussball in einem Club. Wir haben zwei Mal pro Woche Training und am Wochenende Match. Ich lese viel und höre gerne Musik, am liebsten an Festivals. Dieses Jahr war ich am Gurtenfestival und Openair St.Gallen. Ausserdem reise ich sehr gerne und viel.

Reisen kostet. Hast du dich deshalb entschieden, in den Ferien zu jobben?

Natürlich. Aber ich wollte nicht nur arbeiten um Geld zu verdienen, sondern auch, um möglichst viele verschiedene Bereiche zu sehen und zu schauen, was mir gefällt. Ein Ferienjob ist jedes Mal auch eine Weiterbildung.

Du hast vor kurzem in einem Bistro gearbeitet. Wie bist du dazu gekommen?

Ich bin direkt da hingegangen und habe sie angefragt. Ich wohne auch gleich nebenan.

Was waren deine Aufgaben?

Ich bin noch nicht 18, also durfte ich nicht an der Bar arbeiten. Ich musste Bürokram erledigen und Besorgungen machen. Manchmal durfte ich Getränke und Eis verkaufen.

Was für Besorgungen waren das denn?

Verschiedenes. Einmal musste ich mit einem anderen Ferienjobber in die Ikea. Normalerweise geht niemand in die Ikea, dementsprechend lang war die Besorgungsliste. Wir kauften drei Kindersitze, an die 100 Plastikbecher, Blumentöpfe und Hundenäpfe. Ganze vier grosse blaue Taschen haben wir gefüllt und mussten dann mit dem Bus und dem ganzen Kram wieder zurück fahren.

Hört sich unpraktisch an.

War es auch!

Von wann bis wann hast du jeweils gearbeitet?

Ich hatte eigentlich keine festen Arbeitszeiten. Ich habe meistens vier Stunden gearbeitet, manchmal morgens, manchmal nachmittags. Sie haben mir am Tag zuvor immer gesagt, wann ich am nächsten Tag arbeiten musste. Ich wohne ja ganz in der Nähe, deshalb war das kein Problem.

Würdest du wieder dort arbeiten?

Vielleicht wenn ich 18 bin, damit ich auch alles machen könnte. Wenn man nur kleine Dinge erledigen darf, spürt man den Betrieb nicht so richtig. Da bekommt man auch den Stress nicht so mit, wenn viele Kunden kommen. Ich habe auch nicht sehr viel verdient. Für eine Woche war es absolut in Ordnung, aber für eine längere Zeit würde ich einen etwas höheren Lohn wollen.

Warum war der Lohn so tief?

Sie haben etwa 20 Angestellte, oft ist es auch eine zweite Chance für Leute, die wenig andere Möglichkeiten haben, z.B. Leute, die nur Teilzeit arbeiten können. Es ist praktisch ein Non-Profit-Betrieb. Sie haben mir gesagt, dass ich zwar bei ihnen arbeiten könne, der Lohn aber nicht sehr hoch sei.

Aber gefallen hat es dir trotzdem?

Ja, sehr.

Sei es als Kellnerin, als Bademeister oder als Gärtner: Falls du gerne mit Foto und einem Bericht über dich und deinen Sommerjob auf der 20 Minuten Online Seite erscheinen möchtest, melde dich mit einem kurzen Email mit deinem Namen und deinen Kontaktdaten an community@20minuten.ch

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