Geld und Beziehungen: «Mein Freund hat mich nach meiner Lohnerhöhung verlassen»
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Geld und Beziehungen«Mein Freund hat mich nach meiner Lohnerhöhung verlassen»

Geld sorgt in vielen Liebesbeziehungen für Spannung. Weil sie plötzlich gleich viel wie ihr Freund verdiente, wurde 20-Minuten-Leserin Ramona sogar verlassen.

von
Fabian Pöschl
Barbara Scherer
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Geld kann zu Spannungen in einer Liebesbeziehung führen. So erging es auch 20-Minuten-Leserin Ramona*. (Symbolbild)

Geld kann zu Spannungen in einer Liebesbeziehung führen. So erging es auch 20-Minuten-Leserin Ramona*. (Symbolbild)

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Ihr Freund hat sie verlassen, als sie plötzlich gleich viel verdiente wie er. (Symbolbild)

Ihr Freund hat sie verlassen, als sie plötzlich gleich viel verdiente wie er. (Symbolbild)

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«Ich wurde befördert. Damit kam er überhaupt nicht zurecht und hat mich verlassen», sagt Ramona. (Symbolbild)

«Ich wurde befördert. Damit kam er überhaupt nicht zurecht und hat mich verlassen», sagt Ramona. (Symbolbild)

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Darum gehts

93’000 Euro zahlt der Fussball-Star Cristiano Ronaldo jeden Monat seiner Lebenspartnerin Georgina Rodriguez. Mit dem Geld soll Georgina die laufenden Ausgaben decken und die Kinder versorgen, wie «Vip.de» schreibt.

In vielen Liebesbeziehungen verdient eine Person mehr oder weniger als die andere. Doch geht es ums Geld, entstehen schnell Spannungen in einer Partnerschaft. Manche Beziehungen zerbrechen sogar daran. Das passierte auch bei Ramona*, 32. 

Nach einer Lohnerhöhung trennte sich ihr Freund von ihr: «Ich wurde befördert und erhielt danach exakt gleich viel Lohn wie mein Partner. Damit kam er überhaupt nicht zurecht und hat mich verlassen», sagt Ramona zu 20 Minuten.

«Wir arbeiteten beide Vollzeit»

Zusammen waren die beiden sechs Jahre. Fünf davon lebten sie in der gleichen Wohnung. «Eigentlich war unsere Beziehung ruhig und harmonisch. Wir arbeiteten beide Vollzeit und machten beide diverse Weiterbildungen, um die Karriereleiter hoch zu klettern», so Ramona.

Während ihr Partner dabei eher verschwenderisch mit seinem Geld umging, legte Ramona Geld zur Seite. «Darum haben wir unsere Konten auch strikt getrennt gehalten.» Auf ein gemeinsames Konto überwiesen beide monatlich einen gewissen Betrag, um Einkäufe für den gemeinsamen Haushalt zu erledigen.

«Frauen gehörten für ihn nicht in Führungspositionen»

Lange Zeit verdiente Ramona etwas weniger als ihr Partner, obwohl sie ein Medizinstudium absolviert hatte. Ihr Ex-Freund hatte eine Lehre im Technikbereich. Trotzdem nervte sich ihr Partner schon während der Beziehung über den angeblich zu hohen Lohn von Ramona.

«Auch machte er immer wieder klar, dass Frauen nicht in eine Führungsposition gehören. Ich fasste das als Scherz auf. Wir lachten sogar oft über diese Bemerkungen», so Ramona. Doch ihr ehemaliger Freund meinte es bitter ernst.

Dass er sie wegen einer Lohnerhöhung verliess, schockierte Ramona: «Eine Beziehung ist doch kein Konkurrenzkampf!» Inzwischen sei sie aber froh, dass die Beziehung zu Ende ist: Lohn sollte keinen Trennungsgrund darstellen, findet Ramona.

«Finanziell ähnlich aufgestellt»

Für zukünftige Beziehungen wünscht sich Ramona nun einen Partner, der finanziell vergleichbar aufgestellt ist. «Dabei kommt es mir nicht auf einzelne Franken drauf an», so Ramona. Es gehe darum, sich einen ähnlichen Lebensstandard leisten zu können.

Ständigen Luxus oder regelmässige Ferien brauche sie nicht. «Aber ich möchte etwas Flexibilität in einer Beziehung, damit man auch einmal spontan etwas machen kann, ohne monatelang darauf sparen zu müssen.» Getrennte Konten wolle sie auch in ihrer nächsten Beziehung haben.

Geld und Beziehungen

*Name von der Redaktion geändert

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