Abstimmung vom 15. Mai: «Mein Glücksmoment war, als Roger Moore im Wallis an mir vorbeilief»
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Abstimmung vom 15. Mai «Mein Glücksmoment war, als Roger Moore im Wallis an mir vorbeilief»

Am Abstimmungssonntag versammelten sich die Komitees in Berner Lokalen. Mit 20 Minuten sprachen die «Lex Netflix»-Gegner und -Befürworter über ihre Film- und Serienvorlieben.

von
Lisa Horrer
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Am Abstimmungssonntag versammelten sich die Ja- und Nein-Komitees zu den nationalen Abstimmungen in Lokalen in Bern. Die Freude beim «Lex Netflix»-Ja-Komitee um Julia Küng (2.v.r.), Co-Präsidentin der Jungen Grünen, und Salome Horber (r.), Geschäftsführerin von Cinésuisse, über das Ergebnis war gross. 

Am Abstimmungssonntag versammelten sich die Ja- und Nein-Komitees zu den nationalen Abstimmungen in Lokalen in Bern. Die Freude beim «Lex Netflix»-Ja-Komitee um Julia Küng (2.v.r.), Co-Präsidentin der Jungen Grünen, und Salome Horber (r.), Geschäftsführerin von Cinésuisse, über das Ergebnis war gross. 

20min/Celia Nogler
Jungpolitiker Samuel Hasler (SVP) erlebte einen «Glücksmoment», als Roger Moore im Wallis an ihm vorbeilief. 

Jungpolitiker Samuel Hasler (SVP) erlebte einen «Glücksmoment», als Roger Moore im Wallis an ihm vorbeilief. 

20min/Celia Nogler
Roger Moore begeisterte das internationale Publikum unter anderem in seiner Rolle als James Bond. 

Roger Moore begeisterte das internationale Publikum unter anderem in seiner Rolle als James Bond. 

Screenshot/Youtube

Darum gehts 

Der 15. Mai ist ein grosser Tag für den Schweizer Film. Künftig müssen Sender und Streaming-Dienste mehrere Millionen pro Jahr in die einheimische Filmproduktion investieren. 20 Minuten hat deshalb Politikerinnen und Politiker nach ihren Film-Erfahrungen gefragt.

Die genauen Abstimmungsresultate zur «Lex Netflix» und zu den anderen beiden Vorlagen findest du hier, unsere Video-Interviews hier.

«Lupin ist ein Underdog – und mein Held» 

Samuel Hasler, Mitglied der Jungen SVP, outet sich als Fan der James-Bond-Filme. «Mein Glücksmoment war, als Roger Moore im Wallis an mir vorbeilief, als er dort wohnte.» Moore sei eine Persönlichkeit aus der Filmbranche, die er erneut hätte treffen oder auf der Leinwand sehen wollen – wäre er nicht bereits verstorben.

Auch SP-Nationalrat Matthias Aebischer findet Gefallen an actionmässigen Charakteren. Sein Filmheld sei aktuell «Lupin», aus der gleichnamigen französischen Fernsehserie. «Denn er kämpft für die Gerechtigkeit, er ist ein Underdog und am Ende schafft er es.» Auch die Geschichte gefällt Aebischer. Dabei sei er nicht wählerisch, wo er Filme oder Serien schaut; er konsumiere sie im Kino, im Fernsehen oder auch auf einem Streamingdienst.

Thierry Burkart: «‹Wolkenbruch› habe ich zwei Mal geschaut»

Matthias Müller, Präsident des Referendumskomitees und Jungfreisinniger, strauchelte beim Beantworten der Fragen. Er sei wenig serienaffin und habe daher keine Lieblingsserie. Die Serie «The Good Doctor» habe ihn jedoch angesprochen. Die Geschichte des jungen Chirurgen, der autistisch sei und aufgrund seiner Gaben Beschwerden sofort identifizieren könne, habe Müller inspirierend gefunden. Zwar sei die Serie auch lustig, doch er bevorzuge es, bei Serien etwas lernen zu können.

Für FDP-Nationalrat Thierry Burkart dürfen es hingegen auch lustige Produktionen sein. Die Frage nach seinem Schweizer Lieblingsfilm beantwortet er mit «Wolkenbruch». Den Film habe er originell und lustig gefunden, sodass er ihn zwei Mal geguckt habe. «Das hatte mir Freude bereitet, den Film zu sehen. Man konnte einen Einblick bekommen in die jüdische Gemeinschaft in unserem Land, auf humorvolle Art.»

Popcorn und Begleitung sind wichtig

Ihre Woche lässt Grünen-Politikerin Regula Rytz, die bis vor kurzem noch im Nationalrat sass, am liebsten mit einem Krimi ausklingen. Auf die Frage, ob ihr das nicht ein zu «hartes» Ende der Woche sei, sagt sie, sie hoffe jedes Mal, dass die «Guten» gewinnen. Denn, so Rytz, «wenn das Verbrechen und das Schlechte besiegt sind und das Gute gesiegt hat, kann ich gut in die neue Woche starten».

Was gehört neben einem guten Film zu einem gelungenen Filmabend dazu? Jungpolitikerin Julia Küng, Co-Präsidentin der Jungen Grünen, findet, dass «die richtige Begleitung» wichtig sei, damit man sich im Nachhinein gut über den Film austauschen kann. Ausserdem dürfen Snacks nicht fehlen – am liebsten salziges Popcorn.

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