Aktualisiert 17.06.2019 14:13

Turbulenzen während Flug«Mein Gurt riss und ich knallte gegen die Decke»

Am Sonntag erleben die 121 Passagiere einer ALK-Maschine Horror-Turbulenzen – darunter auch Idriz Brahimj, der sich dabei eine Gehirnerschütterung zuzog.

von
rab
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«Mein Sicherheitsgurt ist gerissen», sagt Idriz Brahimj.

«Mein Sicherheitsgurt ist gerissen», sagt Idriz Brahimj.

Leser-Reporter
Der 51-Jährige war einer der insgesamt 121 Passagiere, ...

Der 51-Jährige war einer der insgesamt 121 Passagiere, ...

...die während des Flugs von Pristina nach Basel in einer ALK-Maschine von heftigen Turbulenzen durchgeschüttelt wurden. (Symbolbild)

...die während des Flugs von Pristina nach Basel in einer ALK-Maschine von heftigen Turbulenzen durchgeschüttelt wurden. (Symbolbild)

ALK/Air Lubo

Eigentlich möchte Idriz Brahimj gerade damit beginnen, sein Joghurt zu essen. Er musste in Pristina zuvor viele Termine wahrnehmen – zum Essen kam er deshalb den ganzen Tag nicht. Als er endlich im Flugzeug sitzt, das ihn letzten Sonntag an den EuroAirport in Basel bringen soll, freut er sich auf zwei ruhige Stunden.

Dazu kommt es aber nicht: Etwa 30 Minuten nach dem Start hat die Maschine mit Turbulenzen zu kämpfen und verliert drastisch an Höhe. Der 51-Jährige wird aus seinem Sitz gerissen und knallt mit dem Kopf an die Decke. «Mein Sicherheitsgurt ist gerissen», erzählt der in St. Gallen wohnhafte Mann.

An das, was danach geschieht, kann sich Brahimj nicht mehr genau erinnern: «Ich glaube, ich war für einen kurzen Moment bewusstlos.» Schreie von Kindern, Frauen und Männern sowie sein Joghurt, das an der Decke klebt – das ist alles, was dem 51-Jährigen von den chaotischen Minuten in Erinnerung geblieben ist. Die Schmerzen, ausgelöst durch die Gehirnerschütterung, die er sich beim Aufprall zugezogen hat, und das Blut, das aus der Wunde sickert, machen sich erst kurz danach bemerkbar.

Flugzeug aus Pristina gerät in Turbulenzen

Nach der Landung einer ALK Maschine auf dem EuroAirport mussten mehrere Personen in ein Basler Spital gebracht werden. Video: Leser-Reporter 20 Minuten
(Video: Leser-Reporter)

Es hätte noch viel schlimmer kommen können

Die ganze Nacht muss Brahimi in einem Basler Spital verbringen. «Der Arzt hat mir gesagt, dass es noch viel schlimmer hätte kommen können.» Der Mann ist besorgt – und wütend: «Ich war angeschnallt und der Sicherheitsgurt ist gerissen. Das hätte nicht passieren dürfen.»

Zu den Vorwürfen Brahimjs hat die betroffene Fluggesellschaft auf Anfrage von 20 Minuten bislang keine Stellung genommen.

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