Annette Fetscherin: «Mein Wechsel hat nichts mit Steffi Buchli zu tun»
Aktualisiert

Annette Fetscherin«Mein Wechsel hat nichts mit Steffi Buchli zu tun»

Mit dem «Transfer» zu SRF macht Teleclub-Moderatorin Annette Fetscherin einen nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

von
E. Tedesco
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Annette Fetscherin verlässt Teleclub und wechselt zu SRF.

Annette Fetscherin verlässt Teleclub und wechselt zu SRF.

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Mit Fetscherins Abgang verliert Teleclub sein Aushängeschild.

Mit Fetscherins Abgang verliert Teleclub sein Aushängeschild.

Keystone/Alessandro Della Bella
Steffi Buchli hingegen verlässt das SRF und wechselt zu MySports.

Steffi Buchli hingegen verlässt das SRF und wechselt zu MySports.

Oscar Alessio

Annette Fetscherin, Sie wurden als Nachfolgerin von Steffi Buchli gehandelt. Aber es kommt meist anders, als man denkt. Sie werden Produzentin und Redaktorin.

(Lacht) So ist das eben mit Gerüchten – nicht jeder Transfer kommt so heraus, wie die Spekulationen vermuten lassen. Aber im Ernst: Meine Entscheidung, zu SRF zu wechseln, hat nichts mit dem Abgang von Steffi Buchli zu tun. Beim SRF war schon lange vor der Geschichte mit Steffi die Stelle einer Produzentin/Redaktorin ausgeschrieben. Ich habe mich beworben und vor einer Woche die Zusage erhalten.

Sie sagen, Sie hätten sich beworben. Waren Sie bei Teleclub nicht mehr glücklich?

Im Gegenteil. Ich gehe mit einem weinenden Auge, denn die Arbeit macht mir sehr viel Spass und auch im Team haben wir es sehr gut miteinander. Ich werde die ausstehenden fünf Runden in der Super League sehr geniessen, aber ich bin nun seit neun Jahren bei Teleclub und mit dem neuen Job bietet sich mir eine Chance. Ich habe das Gefühl, dass es für mich an der Zeit ist, eine neue Herausforderung anzunehmen. Mehr Geschichte ist da nicht dahinter. Ich freue mich einfach sehr darauf, einen nächsten Schritt zu machen.

Als Produzentin und Redaktorin wechseln Sie ab dem 1. Juli hinter die Kamera. Hat es einen besonderen Grund, dass Sie nicht vor der Kamera bleiben?

Nur, dass eine neue Aufgabe auf mich wartet, ich neue Sportarten entdecken kann, weil bei SRF andere Sendegefässe geboten werden als bei Teleclub. So kann ich einen nächsten Schritt machen. Ich habe zwar neun Jahre moderiert und auch schon bei Teleclub Livesendungen produziert und in der Redaktion gearbeitet, aber ich kann noch viel dazulernen. Bei SRF bietet man mir die Möglichkeit dazu. Zudem finde ich es extrem spannend, Fernsehen zu machen und in Zukunft die Fäden bei einer Sendung in der Hand halten zu können. Wie gesagt, das ist eine tolle Herausforderung und eine Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern.

Der Schritt vom Privatsender zu SRF – kann man das als Karrieresprung bezeichnen?

Es ist nicht so, dass ich immer nur davon geträumt habe. Aber der Apparat ist wesentlich grösser und damit auch die Herausforderung. SRF ist nach wie vor der grösste Anbieter, den es auf dem Schweizer Markt gibt. Und ja, wenn man wie ich den Anspruch an sich hat, dazulernen zu wollen – ja, dann ist es ein Karrieresprung.

Mit Steffi Buchli als Programmleiterin bei MySports (UPC, Anmerkung der Redaktion), Claudia Lässer Programmleiterin und in der Geschäftsleitung bei Teleclub und nun mit Ihnen bei SRF scheinen Frauen auch im Schweizer Sport auf dem Vormarsch zu sein.

Ich glaube, es spielt keine Rolle, ob Mann oder Frau. Es geht um Qualität und Fachkompetenz – auch wenn mir bewusst ist, dass es immer noch wesentlich mehr Männer in der Sportbranche hat als Frauen. Das hat aber wohl auch damit zu tun, dass sich immer noch mehr Männer für Sport interessieren als Frauen.

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