Aktualisiert 29.09.2009 20:16

Daniel Jositsch

Meine Chancen für die Wahl sind 50:50»

Wie erwartet will die SP der SVP den Fuhrer-Sitz mit Daniel Jositsch abjagen. Der Wahlkampf werde kein Spaziergang, sagt er.

von
Roman Hodel

Daniel Jositsch, Sie haben eine rasante politische Karriere hinter sich, sind erst seit 2007 Parlamentarier. Bringen Sie genug mit für den Regierungsrat?

Daniel Jositsch: Ich habe sechs Jahre Exekutiverfahrung als Schulpflegepräsident von Stäfa. Ausserdem kann ich als Nationalrat, Anwalt und Strafrechtsprofessor eine breite politische und berufliche Erfahrung vorweisen.

Die SP wäre mit drei Sitzen aber übervertreten.

Bei der Regierungsratswahl geht es nicht um Konkordanz und das Parteibuch, sondern um die Wahl von Persönlichkeiten und deren politischen Ideen.

Trotzdem prognostizieren Politologen einen SVP-Sieg. Wie hoch schätzen Sie Ihre Wahlchancen ein?

Es wird sicher kein Spaziergang. Ich schätze meine Wahlchancen auf 50:50.

Womit wollen Sie beim Stimmvolk punkten?

Mit meinen Kernthemen Wirtschaft, Ökologie und öffentliche Sicherheit. Gerade bei der Jugendstrafverfolgung braucht es mehr Mittel, um die Fälle schneller zu bearbeiten. Und ich plädiere für eine Stromversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien.

Auf Tele Züri waren Sie in den letzten Tagen gleich mehrmals als Experte und Talkgast zu sehen, Zufall?

Ja. Dies hängt von aktuellen Themen ab, und ob die Medien Interesse an einer Stellungnahme haben. Es gehört zur Politik, der Bevölkerung via Medien die eigenen politischen Inhalte mitzuteilen und dazu zu stehen.

Wahl ist am 29. November

Die Delegierten der SP entscheiden am 6. Oktober über die Nomination von Daniel Jositsch (44). Bereits ihren Kandidaten nominiert hat die SVP. Diese will den Sitz von Regierungsrätin Rita Fuhrer mit dem Kantonsrat und Wädenswiler Stadtpräsidenten Ernst Stocker (54) verteidigen. Die Wahl findet am 29. November statt. Fuhrer tritt Ende April 2010 aus gesundheitlichen Gründen zurück.

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