Aktualisiert 17.01.2015 10:12

Papst auf den Philippinen

«Meine Mutter beleidigen gibt eine Backpfeife»

Unter dem Jubel von Hunderttausenden Gläubigen hat Papst Franziskus seinen offiziellen Besuch auf den Philippinen begonnen. Nicht ohne Pannen.

von
hae
Für Papst Franziskus sind Deine-Mutter-Witze mit Witzen über Religion vergleichbar.

Für Papst Franziskus sind Deine-Mutter-Witze mit Witzen über Religion vergleichbar.

Entlang den gesperrten Strassen der Hauptstadt Manila standen die Menschen am Freitag mit Fähnchen teils seit Mitternacht, um einen Blick auf den Papst zu erhaschen.

Franziskus sass auf dem Rücksitz eines dunklen Autos. Er hatte das Fenster geöffnet und lehnte sich hinaus zum Winken. Er war am Donnerstagabend aus Sri Lanka angekommen. Schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt jubelten ihm Hunderttausende an den Strassenrändern zu. Franziskus' Sprecher Federico Lombardi sagte, der Papst sei tief beeindruckt von dem herzlichen Empfang gewesen.

Kritik in Manila

Die Philippinen sind das Land mit der drittgrössten katholischen Bevölkerung. Die meisten der 80 Millionen Katholiken sind tief gläubig. In den Unruheprovinzen im Süden des Landes kämpfen muslimische Rebellen seit Jahrzehnten für mehr Autonomie.

Sorge um die Sicherheit des Papstes habe man nicht, sagte Kardinal Luis Tagle im Fernsehen. «Unsere muslimischen Brüder und Schwestern wünschen wie wir nichts anderes, als dass dieser Besuch sicher und friedlich verläuft», meinte er.

«Es gibt Grenzen»

Des weiteren äusserte sich der Pontifex über die Grenzen der Meinungsfreiheit: «Viele Menschen ziehen über Religioin her, das kann passieren, hat aber Grenzen». Laut dem Spiegel griff er zur Veranschaulichung zu drastischen Mitteln: «Wenn mein Reiseveranstalter meine Mutter beleidigt, erwartet ihn ein Faustschlag.»

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