Geburt im Auto: «Meine Tochter kam auf dem Weg ins Spital auf die Welt»
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Geburt im Auto«Meine Tochter kam auf dem Weg ins Spital auf die Welt»

Cheryl Barna (30) gebar ihr drittes Kind in einem Auto – mitten in Genf. Das Erlebnis habe sie und ihren Mann, der Geburtshilfe leistete, noch mehr zusammengeschweisst.

von
Daniel Krähenbühl
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Der Vater des Kindes, hat dieses Foto kurz nach der Geburt im Auto aufgenommen.

Der Vater des Kindes, hat dieses Foto kurz nach der Geburt im Auto aufgenommen.

Privat
Nach einer rund zehnminütigen Wartezeit seien Sanitäter gekommen und hätten Cheryl und das Kind ins Spital gebracht.

Nach einer rund zehnminütigen Wartezeit seien Sanitäter gekommen und hätten Cheryl und das Kind ins Spital gebracht.

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Für die Familie hatte das Abenteuer ein Happy End: Mutter und Kind sind wohlauf und konnten noch am gleichen Tag das Spital verlassen. 

Für die Familie hatte das Abenteuer ein Happy End: Mutter und Kind sind wohlauf und konnten noch am gleichen Tag das Spital verlassen.

Privat

Darum gehts

  • Das dritte Kind von Samuel und Cheryl Barna kam mitten in Genf zur Welt.

  • Samuel leistete Geburtshilfe, die Sanität holte Cheryl und ihr Kind nach der Geburt ab.

  • Bis zu fünf solcher Fälle verzeichnet das Unispital Genf pro Jahr.

«Unsere Tochter konnte es kaum warten, auf die Welt zu kommen», sagt Cheryl Barna. Kürzlich gebar die 30-Jährige ihr drittes Kind – nicht im Spital oder zu Hause, sondern im Auto. Geplant gewesen sei das nicht, sagt Barna: «Die ersten Wehen setzten kurz vor 2 Uhr nachts ein. Erst zwei Stunden später, als die Schmerzen unerträglich wurden, machten wir uns auf den Weg ins Spital.»

Ihr Mann Samuel habe zunächst gedacht, dass er den Weg von Meyrin GE ins Universitätsspital Genf (HUG) schaffen werde, sofern er auf das Tempo drückt. «Unsere kleine May Leigh hatte jedoch andere Pläne: Meine Fruchtblase platzte und mitten im Genfer Quartier Servette musste mein Mann Halt machen und mich bei der Geburt unterstützen», sagt Barna. Anschliessend habe er sie mit einem Tuch und seiner Jacke zugedeckt und die Heizung voll aufgedreht. Rund 10 Minuten später sei dann der Sanitätsdienst vorgefahren und hätte sie und das Kind ins Spital gebracht.

Bis zu fünf Auto-Geburten pro Jahr

Ihrem Mann seien die Minuten des Wartens unendlich lange vorgekommen, sagt Barna. Trotzdem hätten sie sich euphorisch gefühlt: «In dem Moment waren wir zugleich erleichtert, gerührt und stolz auf uns.» Immerhin hätten sie beide gerade ihre Tochter auf die Welt gebracht. «Das war ein so starker und intensiver Moment, dass wir keine Zeit hatten, gestresst zu sein. Der Instinkt gewann die Oberhand – wir wollten beide, dass May Leigh sicher und gut auf die Welt kommt.»

Das Erlebnis habe sie und ihren Mann noch mehr zusammengeschweisst. Barna: «Wir fühlen uns so glücklich, dass wir diesen wundervollen Moment miteinander teilen durften.» Das gemeinsame Abenteuer hatte schliesslich ein Happy End: «Ich durfte mit meiner neugeborenen Tochter noch am gleichen Tag nach Haus gehen.»

Das Genfer Unispital will sich aus Datenschutzgründen nicht zu hospitalisierten Personen äussern. Dass ein Kind auf der Fahrt ins Spital geboren wird, komme allerdings immer wieder vor, sagt Sprecherin Agnès Reffet. «Auf 4000 Geburten pro Jahr verzeichnen wir jährlich bis zu fünf solcher Fälle.»

Deine Meinung

37 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Gigi

21.01.2021, 10:58

Mamma Gratulation 🥂 ein Glück 🍀 s Angel viele Glück s 🐞🐞🐞🐞🐞

20minleseratte

21.01.2021, 08:31

Aww:)) passender einstieg ins abenteuer -in das leben- welcome may leigh🦥

Juliaaaaaa

20.01.2021, 15:13

Meine Güte, niemals würde ich solche Fotos den Medien zuspielen. Das Mitteilungsbedürfnis der Leute von Heute, ist bedenklich.