Aktualisiert 29.10.2007 19:10

«Meine Zeit ist noch nicht abgelaufen»

Im März verlor Johann Vogel (30) seinen Platz in der Nati – vier Monate später wurde er bei Betis suspendiert.

Johann Vogel, seit Ende Juli sind Sie in Sevilla nicht mehr im Kader. Wie schwierig ist die Situation?

Johann Vogel: Es ist sehr schwierig, das stimmt. Mitte November stehen wir mit Betis vor Gericht. Ich habe zwei Klagen eingereicht. Am 8. Januar 2008 werden die Spanier gegen mich klagen.

Worum geht es?

Johann Vogel: Ich habe den Lohn des letzten Jahres nicht erhalten. Zudem liegt ein Vertragsbruch vor, da ich nicht mehr spielen darf. Ich strebe eine Auflösung des Vertrages an (er läuft bis 2009).

Was hält Sie in Spanien?

Johann Vogel: Die älteste Tochter geht zur Schule und meiner Familie gefällt es ausgezeichnet. Okay, ich vermisse den Fussball, aber ich kann mich um die Kinder kümmern. Und ich jogge sehr viel.

Sie haben ein miserables Jahr hinter sich.

Johann Vogel: Ich hatte in meiner Karriere schöne Jahre, die das Negative nun kompensieren.

Haben Sie über eine Rückkehr in die Nati nachgedacht?

Johann Vogel: Das ist sinnlos. Das Thema Nati bringt nichts. Ich möchte mich zu Köbi Kuhn nicht mehr äussern.

Ist eine Rückkehr in die Schweiz ein Thema?

Johann Vogel: Ich werde in der Schweiz nie mehr als aktiver Fussballer tätig sein.

Droht Ihnen das vorzeitige Ende Ihrer Karriere?

Johann Vogel: Das glaube ich nicht, nein. Ich bin 30, meine Zeit als Fussballer ist noch nicht abgelaufen. Mein Ziel ist die Rückkehr. Ich bleibe positiv. Geduld bringt manchmal Rosen.

spg

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