Aktualisiert 12.05.2012 15:10

FC BaselMeister im Übertreffen von Bestmarken

26 Spiele ohne Niederlage: Der FC Basel hat die Chance, eine 30 Jahre alte Bestmakre zu egalisieren. Der amtierende Rekordhalter ist ausgerechnet GC - Basels Gegner im Spiel Nummer 26.

von
ete

Die längste Serie ohne Niederlage während einer Meisterschaft gehört seit 30 Jahren den Grasshoppers und stammt aus der Saison 1981/82. Der Rekordmeister blieb damals zwischen dem 13. September 1981 und dem 22. Mai 1982 in 26 Spielen in Folge ohne eine Niederlage. Der FC Basel – Ausgabe 2011/12 – kommt nunmehr auf eine Serie von 25 Partien en suite, die er nicht verloren hat. Die letzte Pleite datiert vom 20. August 2011. Das 1:3 in der sechsten Runde auswärts beim FC Luzern führte zu einer «Chropfleerete» und packte das rotblaue Team an der Ehre.

Streller und Co. setzten danach zu einem Steigerungslauf an, der in einer der erfolgreichsten Spielzeiten mündete. In der Champions League spielte sich der FCB über hochkarätige Gegner wie Manchester United in die Achtelfinals. Ein 3:1-Erfolg am 29. April in der Liga über Lausanne sicherte den Bebbi den 15. Meistertitel der Klubgeschichte. Ein Rekord: Denn noch nie zuvor stand ein Champion bereits im April fest. Nun hat Rotblau wieder eine Marke im Visier: Mit dem nächsten Spiel, das die Bebbi nicht verlieren, zieht Rotblau mit der bisherigen Bestmarke der Grasshoppers gleich und kann die längste Serie der Ungeschlagenheit egalisieren. Mehr noch: Der FCB kann GC in dieser Meisterschaft sogar noch als Rekordhalter ablösen.

Zwischen Mallorca und Cupfinal

Es sind diese kleinen Kuriositäten, die nur der Fussball schreiben kann. Ausgerechnet der bisherige Rekordhalter kann Rotblau auf der Jagd nach einer weiteren Bestmarke ein Bein stellen. Aber Uli Forte rechnet sich eine kleine Chance aus, die Serie der Basler zu beenden. Der GC-Trainer spekuliert mit Nachwehen des «Teamevents» der Basler Profis (ohne Trainer) letzten Montag und Dienstag auf Mallorca und auf einige geschonte Stammspieler in Hinblick auf den Cupfinal am kommenden Mittwoch. Was aber nicht viel heissen soll, wenn man einen Blick auf die aktuelle GC-Bilanz wirft.

Mit nur sieben Punkten aus 13 Partien tritt GC im St. Jakob-Park als schwächstes Rückrundenteam beim alten und neuen Meister (71 Punkte) an, der satte 23 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Luzern (48) aufweist. Schier unglaubliche 45 Zähler liegen zwischen dem FCB und GC. In den vier Spielen seit Forte von Ciriaco Sforza den Trainerposten übernommen hat, gab es für die Zürcher zwei Remis (Thun, Luzern) und zwei Niederlagen (Servette, Sion). «Ich messe mein Team derzeit nicht an Resultaten, sondern an den Leistungen» so Forte.

Im schlimmsten Fall bleibt ein Trost

Den eigenen Klubrekord zu verteidigen muss Anreiz genug sein, noch einmal Bestleistungen abzurufen und die letzten Reserven zu mobilisieren. Wenn nicht, bleibt GC der Trost, mit 27 Titeln Schweizer Rekordmeister zu sein und wohl auch noch lange Zeit zu bleiben.

(ete/si)

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