Aktualisiert 24.05.2007 10:10

Meisterschafts- Showdown: Gitterstäbe statt Bier

Das Derby zwischen dem FCZ und GC gilt als Hochrisikospiel. Nebst einem Alkoholverbot sollen neue Gitterzäune im Stadion für Sicherheit sorgen.

Das Gebiet rund um das Zürcher Hardturm-Stadion wird heute zur Sicherheitszone. Die Stadtpolizei gab deshalb bereits Tage vor dem Derby zwischen den Zürcher Stadtrivalen die Direktive aus, den Alkoholkonsum am Spieltag einzuschränken. Von 16 Uhr bis morgens um 2 Uhr wird darf heute deshalb in den Beizen rund ums Stadion nur Leichtbier ausgeschenkt werden. Im Stadion selber herrscht ein striktes Alkoholverbot. Doch das ist nur eine von vielen Vorkehrungen, die im Zuge des von der Stadtpolizei Zürich und der Liga als Hochrisikospiel deklarierten Derbys getroffen wurden.

Der Hardturm wurde in den vergangenen Tagen mit baulichen Massnahmen auf den Ansturm vorbereitet. «Seit dem jüngsten FCZ-Sieg gegen YB wurden die Vorbereitungen mächtig intensiviert», bestätigt der Sicherheitschef des FC Zürich, Christian Schöttle. Von den 18'000 Zuschauern werden zwei Drittel den FCZ zum Meistertitel schreien wollen, ein Drittel hofft auf einen versöhnlichen Saisonabschluss für GC. Die grössere Anzahl an FCZ-Fans hat die Sicherheitsverantwortlichen dazu veranlasst, die Tribüne West und die Estrade West mit Gitterzäunen in zwei Sektoren zu trennen. Gegen den Sturm auf den Rasen wurden zudem die Gitterzäune um rund 20 Zentimeter erhöht. Die Fans werden in separaten Eingängen ins Stadion geschleust. Eingang 3 (FCZ) und Eingang 4 (GC) sind ebenso mit Gittern voneinander getrennt. Die Kosten für das Hochrisikospiel betragen gemäss Stadtpolizei rund eine Viertel Million Franken. Schöttle macht über die Kosten für die Stadion-Aufrüstung keine Angaben.

Gute Gespräche mit Fans

«Wir sind guten Mutes und appellieren an den Fairplay», sagt Schöttle. Zuversichtlich stimmt den Sicherheitschef auch die Gespräche, die im Vorfeld mit Fanvertretern beider Vereine geführt wurden. «Beide Seiten sind sehr positiv eingestellt», sagt Schöttle. Das dunkelste Kapitel in der Schweizer Fussballgeschichte, die Krawalle vom 13. Mai 2006, sollen sich nicht mehr wiederholen. Schöttle sagt: «Wir wollen vorwärts schauen. Der 13. Mai war deshalb ganz bewusst kein Thema bei uns»

(meg)

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