Aktualisiert 29.10.2007 22:01

Meistertitel ist Rüthemann wichtiger als viele Treffer

Ivo Rüthemann trifft und trifft. Mit zwölf Saisontoren führt der Stürmer des SC Bern die Torschützenliste an.

Dass der Rheintaler Tore schiesst, ist eigentlich nicht aussergewöhnlich. Nur Fribourgs Gil Montandon (389 Tore) und Rapperswils Claudio Micheli (225) haben von den noch aktiven Schweizern in der NLA öfters getroffen als Rüthemann (196). «Das zeigt, dass ich schon alt bin. Immerhin absolviere ich jetzt meine 14. Saison», kommentiert der im Dezember 31 Jahre alt werdende Stürmer die Statistik, der er keine Bedeutung schenkt.

Diese Saison erzielte Rüthemann in 17 Spielen schon zwölf Treffer. «Natürlich geniesse ich es, wenns gut läuft.» Warum die Schüsse so oft im Netz landen, kann der Flügelspieler nicht genau erklären: «Wenn man schon früh in der Saison trifft, stärkt dies das Selbstvertrauen, man ist vielleicht eine Spur lockerer. Wenn die Tore nicht fallen, ist man verkrampfter, oft fehlt dann auch etwas der Riecher, um am richtigen Ort zu stehen.»

Rüthemann verfügt über den Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaft und arbeitet derzeit an der Uni Bern am Master. Auch auf dem Eis fällt der nur 1,72 m grosse Internationale durch seine Spielintelligenz auf. 2004 war der Widnauer mit 31 Toren und 35 Assists in 63 Spielen zum MVP der Liga gekürt worden. Damals wurde er mit Bern Meister. «Und nur das zählt letztlich», hofft Rüthemann nun auf den nächsten Titel.

Peter Berger

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