Milchskandal: Melamin-Kekse in Holland
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MilchskandalMelamin-Kekse in Holland

niederländischen Behörden haben in Import- Biscuits aus China Spuren der Industriechemikalie Melamin entdeckt. Die Sorten Nuss und Schokolade der Marke «Koala» seien vom Markt genommen worden, teilte die Lebensmittelaufsicht mit.

Die «Koala»-Biscuits seien in chinesischen Geschäften verkauft worden. Die nachgewiesene Melamin-Menge sei jedoch gering, es bestehe nur ein «extrem kleines» Risiko. «Nur der tägliche Verzehr von zwei Kilogramm dieser Kekse würde Kinder gefährden», erklärte die Lebensmittelaufsicht am Dienstag.

Der britisch-niederländische Konzern Unilever stellte in Hongkong den Verkauf des Milchtee-Pulvers der Marke Lipton wegen Melamin-Spuren ein. Das Produkt war in Hongkong hergestellt sowie in Hongkong und Macau verkauft worden. Insgesamt rief Unilever «einige Tausend Boxen» des Pulvers zurück.

In China nahm die Polizei laut staatlichen Medienberichten weitere 27 Verdächtige fest. Nach Angaben der Zeitung «China Daily» sind damit seit Beginn der Ermittlungen insgesamt 36 Verdächtige gefasst worden.

In 31 Provinzen des Landes seien Arbeitsgruppen eingerichtet worden, die das gesamte System der Milchproduktion reformieren sollen. Landwirtschaftsminister Sun Zhengcai sagte der «Volkszeitung», die Regierung werde der Praxis der Melaminbeimischung zur Frischmilch ein Ende setzen.

An der verseuchten Milch starben in China vier Kinder, mindestens 53 000 Kinder erkrankten. Weltweit mussten zahlreiche Lebensmittel aus dem Handel genommen werden. Zunächst war die Chemikalie in Babymilchpulver entdeckt worden, später aber auch in Frischmilch, Joghurt, Süssigkeiten und anderen Produkten.

(dapd)

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