Meldestelle für Findeltiere eingerichtet
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Meldestelle für Findeltiere eingerichtet

Der Kanton Aargau hat neu eine zentrale Meldestelle für Findeltiere. Der Kanton erfüllt damit die Anforderungen des revidierten Tierschutzgesetzes.

Die Meldestelle in Untersiggenthal werde gemäss Vorschrift des Bundes auf den 1. April eingerichtet, sagte Kantonstierärtzin Erika Wunderlin am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Das bedeute aber nicht, dass alle vermissten Tiere im Kantonalen Tierheim in Untersiggenthal untergebracht werden, präzisierte Wunderlin. Über die Meldestelle würden die Besitzer jedoch erfahren, wo ihr Tier betreut werde. Untergebracht würden sie wie bis anhin im nächst gelegenen Tierheim.

Elektronische Registrierung

Auf der Meldestelle werden die Daten der Tiere elektronisch erfasst. Nach Wunderlin ist die exakte Beschreibung des Tieres «das A und O» zur Erkennung eines Tieres. Zudem sollen Chip-Nummer, Signalement, Alter, Besitzer, genauer Fundort und jetziger Aufenthaltsort registriert werden.

Gemäss der Kantonstierärztin entlaufen im Aargau pro Jahr etwa 300 bis 500 Tiere. Die meisten davon seien Katzen. In der Regel würden alle entlaufenen Tiere innert kurzer Zeit wieder gefunden.

Erste Anlaufstelle für Leute, die ein Tier vermissen oder gefunden haben, werde vermutlich weiterhin die Polizei sein, sagte Wunderlin. Doch diese könne die Leute an die Meldestelle verweisen. Die kantonale Meldestelle ist jeweils von 13 bis 17 Uhr bedient.

Gesetz schreibt Meldestelle vor

Die Meldestelle ist eine Folge der Änderungen in der Rechtsstellung der Tiere. Diese sind seit 1. April 2003 keine «Sache» mehr, wie dies das Zivilrecht zuvor festlegte. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass Tierfunde bei einer Meldestelle angezeigt werden müssen.

Neu gehen Tiere zwei Monate nach dem Funddatum ins Eigentum der Finderin oder des Finders über. Zuvor betrug diese Frist fünf Jahre.

(sda)

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