Massaker von Aurora: Meldet sich Holmes endlich zu Wort?
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Massaker von AuroraMeldet sich Holmes endlich zu Wort?

Acht Monate nach dem Massaker in Aurora wird es für den sogenannten «Batman»-Schützen vor Gericht ernst. Neben der Frage, ob die Todesstrafe für James Holmes ein Thema ist, interessiert viele noch etwas anderes.

Der mutmassliche Täter James Holmes, der in Aurora, Colorado in einem Kino 12 Menschen getötet hatte, muss am (heutigen) Dienstag (16.00 Uhr MEZ) zur offiziellen Anklageverlesung vor den Richter treten.

Dem 25-jährigen Studenten wird vorgeworfen, bei einer mitternächtlichen «Batman«-Premiere 12 zumeist junge Zuschauer erschossen und 58 weitere verletzt zu haben. Vermutlich werden die Anwälte auf Unzurechnungsfähigkeit ihres Mandaten plädieren.

Bisher hat Holmes die Gerichtstermine in Centennial (Colorado) ohne jegliche emotionale Regung verfolgt. Mit ausdruckslosem Gesicht sass er im Saal.

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Ist Holmes unzurechnungsfähig?

Bei den ersten Terminen erschien er mit feuerrot gefärbten Haaren. Beobachter fragten sich einmal mehr, ob der Angeklagte tatsächlich psychisch krank und damit unzurechnungsfähig ist - oder etwa nur besonders kaltblütig, ein Mann, den das Grauen, das er angerichtet hat, einfach nicht erreicht?

Der mutmassliche Attentäter vor Gericht

Von der Beantwortung der Frage hängt viel ab: Sollte das Gericht Holmes für unzurechnungsfähig erklären, käme er in eine psychiatrische Klinik. Ansonsten droht ihm die Todesstrafe durch die Giftspritze oder lebenslange Haft.

Aurora: Witnesses

Das Massaker hatte seinerzeit ganz Amerika erschüttert. Die Bilder vom Tatort waren grauenhaft: Überall im Kinosaal Blut, regungslose Körper - und ein Schütze, der keinerlei Regung gezeigt haben soll. «Es war, als ob es überhaupt keine normalen gefühlsmässigen Reaktionen bei ihm gebe», berichtete ein Polizist.

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Wird Holmes aussagen?

Oftmals ist Anklageverlesung reine Routineangelegenheit, die nicht länger als ein paar Minuten dauert. Aber in Aurora könnte es anders sein. 166 Anklagepunkte sind es, die gegen Holmes vorliegen. Es wird erwartet, dass die Verteidigung diesmal ihre Karten zumindest ein Stück weit offenlegen muss.

Auch die Strategie der Staatsanwaltschaft ist bisher unbekannt. Noch hat sie etwa nicht publik gemacht, ob sie die Todesstrafe anstrebt. Sie beschreibt Holmes bisher als Waffennarr, der seine Tat über Monate geplant habe. Und seine Wohnung zuvor als Sprengstofffalle präpariert habe.

Doch die spannendste Frage dürfte sein, ob sich Holmes diesmal selbst zu Wort meldet. Bisher hat er im Gerichtssaal beharrlich geschwiegen. (sda)

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