Aktualisiert 21.04.2006 12:06

Menschen fliehen vor Vulkan

Angesichts eines drohenden Vulkanausbruchs in Indonesien haben am Freitag rund 120 Menschen ihre Dörfer verlassen. In Lastwagen wurde die Gruppe in Notunterkünfte gebracht.

Der 2.968 Meter hohe Vulkan Merapi auf der Insel Java ist seit einigen Tagen zunehmend aktiv. Behörden befürchten, dass der Vulkan in den kommenden ein bis zwei Wochen ausbrechen könnte. Die Evakuierten, von denen der Grossteil krank, gebrechlich oder schwanger sei, verliessen ihre Dörfer nach Behördenangaben nur ungern. Hunderte weitere weigerten sich zu gehen, bevor nicht sicher sei, dass der Vulkan tatsächlich ausbreche, sagte ein Vertreter vor Ort.

Der Vulkan Merapi brach zum letzten Mal 1994 aus, damals stiess er eine heisse Gaswolke aus, die 60 Menschen verbrannte. Bei einer Eruption im Jahr 1930 kamen mehr als 1.300 Anwohner ums Leben. Indonesien ist dichter mit aktiven Vulkanen bestückt als jedes andere Land der Erde. Es liegt mitten im so genannten pazifischen Feuerring zwischen Japan, Südostasien und Neuseeland. (dapd)

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