Mexiko: Menschlicher Viehtransport abgefangen
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MexikoMenschlicher Viehtransport abgefangen

Die mexikanische Polizei hat im Süden des Landes 513 in zwei Lastwagen eingepferchte Migranten entdeckt. Unter ihnen waren 32 Frauen und vier Minderjährige.

513 Wanderarbeiter reisten eingepfercht in zwei Lastwagen - bis sie die Polizei entdeckte. (Bild: AP/Alejandro Estrada)

513 Wanderarbeiter reisten eingepfercht in zwei Lastwagen - bis sie die Polizei entdeckte. (Bild: AP/Alejandro Estrada)

Die Wanderarbeiter aus Ländern Mittelamerikas und Asiens seien bei einer Kontrolle im Bundesstaat Chiapas nahe der Grenze zu Guatemala entdeckt worden, teilte die Migrationsbehörde mit. Wie die Staatsanwaltschaft des Bundestaates Chiapas mitteilte, waren die 513 Arbeiter «unter unmenschlichen Bedingungen» zusammengepfercht und in Richtung der USA unterwegs.

Die Migranten stammen demnach aus El Salvador, Ecuador, Guatemala, Honduras, der Dominikanischen Republik, Nepal, Indien, Japan und China. Sie waren in den frühen Morgenstunden mit Röntgenstrahlen in den Fahrzeugen entdeckt worden.

Reise ins Ungewisse

In Chiapas beginnt in der Regel die extrem gefährliche und teure Reise der Migranten durch Mexiko in die USA. Für viele endet sie tödlich, weil Verbrecherbanden den Migranten auflauern und selbst Mitarbeiter der mexikanischen Migrationsbehörde die ohne Dokumente Reisenden an das Drogenkartell «Los Zetas» ausliefern.

Im vergangenen Jahr waren im Norden Mexikos auf einer Farm 72 Migranten auf einen Schlag getötet worden. Dort wurden jetzt noch einmal 183 verscharrte Leichen gefunden. (sda)

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