Mercedes EQB – Mercedes macht E-Mobilität zur Familiensache
Der EQB ist ein Kompakt-SUV mit bis zu sieben Sitzen, der auf dem GLB basiert.

Der EQB ist ein Kompakt-SUV mit bis zu sieben Sitzen, der auf dem GLB basiert.

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Mercedes EQBMercedes macht E-Mobilität zur Familiensache

Allradantrieb, 420 Kilometer Reichweite und bis zu sieben Plätze – mit diesen Attributen kann der SUV punkten. Beim Laden hinkt er allerdings hinterher.

von
Dave Schneider

Schaffe, schaffe, Häusle baue – die Schwaben gelten laut diesem verbreiteten Ausspruch als besonders fleissig. Auf Mercedes-Benz trifft das sicher zu: Der Stuttgarter Autobauer ist beim Ausbau seiner Elektropalette produktiver als die Konkurrenz. Denn während sich VW bei der Weltpremiere des ID.5 damit rühmt, nun das dritte Modell auf Basis ihres modularen Elektronik-Baukastens MEB zu lancieren und bei BMW erst nach und nach einige Stromer bei den Händlern eintrudeln, wächst die EQ-Palette der Schwaben mit der Lancierung des EQB auf sechs Modelle an. Bereits in der Pipeline sind die SUV-Varianten von EQE und EQS sowie die elektrische G-Klasse, und Tochterfirma Smart steuert mit dem ForTwo und ForFour noch zwei weitere Stromer hinzu.

Als Nächstes kommt nun im Februar der EQB – ein Kompakt-SUV mit bis zu sieben Sitzen, der auf dem GLB basiert. Das sieht man: Die eckigen Proportionen, die Grundzüge des Designs und die clevere Raumnutzung übernimmt der Stromer von seinem Verbrenner-Pendant. Der Antrieb stammt hingegen aus dem EQA. An jeder Achse sitzt ein Elektromotor, dazwischen ist eine Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 66,5 kWh flach im Fahrzeugboden verbaut, die eine WLTP-Reichweite von 419 Kilometern ermöglicht. Geladen wird mit maximal 100 kW – damit wird die Batterie in einer halben Stunde von 10 auf 80 Prozent gefüllt. Hier ist die Konkurrenz inzwischen deutlich schneller, der Kia EV6 beispielsweise lädt mit bis zu 240 kW.

Der EQB basiert unverkennbar auf dem GLB, der Antrieb stammt hingegen aus dem EQA. 

Der EQB basiert unverkennbar auf dem GLB, der Antrieb stammt hingegen aus dem EQA.

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Das Cockpit ist eine Mischung aus High-Tech und robustem Offroader-Charme.  

Das Cockpit ist eine Mischung aus High-Tech und robustem Offroader-Charme.

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Obwohl der SUV nur 4,68 Meter lang ist, ist auf Wunsch eine dritte Sitzreihe erhältlich. 

Obwohl der SUV nur 4,68 Meter lang ist, ist auf Wunsch eine dritte Sitzreihe erhältlich.

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Die Vorzüge des EQB liegen anderswo. Er kann optional mit einer dritten Sitzreihe ausgestattet werden und wird so zum Siebensitzer, was bei einer Fahrzeuglänge von 4,68 Metern erstaunt. In den Sitzreihen zwei und drei können insgesamt vier Kindersitze befestigt werden, die zweite Reihe lässt sich in der Länge um 140 Millimeter verschieben, die Neigung der Lehnen kann in mehreren Stufen verstellt werden. Die Sitze der dritten Reihe können zudem bündig im Ladeboden versenkt werden, wodurch ein riesiger Kofferraum mit maximal 1710 Liter Fassungsvermögen entsteht. Beide Motorvarianten, sowohl der EQB 300 4Matic mit 168 kW/228 PS als auch der EQB 350 4Matic, sind mit variablem Allradantrieb ausgestattet und beschleunigen kraftvoll bis zum Topspeed von 160 km/h.

Auch wenn die technischen Daten des Mercedes EQB nicht zur Stammtisch-Prahlerei taugen, so ist der SUV doch ein sehr angenehmer Cruiser mit einer ausgewogenen Gewichtsverteilung, einer hohen Spurtreue und einer guten Kurvenlage. Sein Platzangebot und seine gute Reichweite machen ihn zu einem spannenden Angebot für Familien, denen ein paar Minuten längere Ladestopps nichts ausmachen. Der Marktstart ist für Februar geplant, Schweizer Preise sind noch nicht bekannt.

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