24.07.2014 12:18

Knatsch um Vettel

Mercedes und Red Bull streiten um Weltmeister

Die Formel 1 hat Ungarn erreicht. Mercedes und Red Bull liefern sich wieder einmal Scharmützel abseits der Rennstrecke. Dabei geht es um die Zukunft von Sebastian Vettel.

von
ofi

Sebastian Vettel war in den vergangenen vier Jahren das Mass aller Dinge in der Formel 1. Diese Saison ist das Mercedes. Und in ein bis zwei Jahren sollen beide zusammenkommen. Dies berichtet zumindest die deutsche «Sportbild». Vettels Vertrag bei Red Bull läuft ebenso 2015 aus wie derjenige von Lewis Hamilton bei Mercedes.

Und wie es scheint, wird Hamilton seinen Vertrag bei den Deutschen nicht verlängern. Dies sagt zumindest Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve zu «Sportbild»: «Lewis Hamilton wird nicht mehr lange hier sein. Er wurde nur eingekauft, um Nico (Rosberg d. Red.) noch besser zu machen.» Auf der anderen Seite läuft Sebastian Vettel bei Red Bull Gefahr, seinen guten Ruf zu verspielen. Interesse an einem Wechsel zum aktuell stärksten Team würde durchaus im Interesse des Wahl-Schweizers liegen.

Auch McLaren-Honda machte Angebot

Mercedes-Sportchef Toto Wolff äusserte sich nur sehr zurückhaltend zu den Gerüchten. Die Formel 1 sei ein viel zu kompetitives Umfeld, um sich über seine Pläne in der Öffentlichkeit auszulassen. Aber es gebe ja grundsätzlich nur eine Handvoll Top-Fahrer, um deren Dienste sich die besten Teams streiten. Klare Worte findet dagegen sein Pendant bei Red Bull, Helmut Marko: «Natürlich machen die Attacke! Und nicht nur die (Mercedes, d.Red.). Auch Maclaren-Honda hat Sebastian ein unverschämt hohes Angebot gemacht.»

Da dürfte es Marko überhaupt nicht gefallen, dass Villeneuve Vettel zu einem Wechsel rät: «Sebastian muss weg von Red Bull. Im Mittelklasseauto sieht es so aus, als wäre er auch nur ein Mittelklassefahrer.» Allerdings sieht der Kanadier Vettel nicht bei Mercedes. Da zähle nur die Marke und nicht der Fahrer. Rosbergs Position beim deutschen Team sei schon viel zu stark.

Bewunderung für Traditionsrennställe

Der 27-Jährige selbst hat sich bis jetzt stets zu seinem Team bekannt: «Unsere Partnerschaft ist etwas ganz Besonderes.» Dies sei nicht nur wegen der letzten erfolgreichen Jahre so, sondern auch wegen der früheren Unterstützung. Es laufe dieses Jahr zwar noch nicht rund, aber «wir sind drauf und dran, wieder dahin zu kommen, wo wir schon mal waren». Allerdings hatte Vettel in der Vergangenheit auch schon seine Bewunderung für die Traditionsrennställe wie Ferrari und Mercedes ausgedrückt.

Ob Mercedes demnächst das «Deutsche Nationalteam auf vier Rädern» wird, wie es «Sportbild» nennt, bleibt vorerst reine Spekulation. Zunder ist aber sicher drin, in der Formel-1-Pause nach dem Grossen Preis von Ungarn.

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