Mercedes will 1.200 Stellen streichen
Aktualisiert

Mercedes will 1.200 Stellen streichen

DaimlerChrysler will einem Zeitungsbericht zufolge im Bremer Mercedes-Werk bis Anfang nächsten Jahres 1.200 Stellen streichen.

Es gebe nicht genug Arbeit, weil für die C-Klasse deutlich weniger Bestellungen erwartet würden, berichtete die «Bild»-Zeitung (Dienstagausgabe). Unternehmenssprecher Stephan Öri wollte die in dem Artikel genannten Zahlen nicht kommentieren. Er betonte aber auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP: «Von einem Arbeitsplatzabbau kann keine Rede sein.»

Öri verwies in Stuttgart auf die im Sommer mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbarte Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2012 für alle Mitarbeiter in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen seien demnach nicht möglich. Es gehe um flexible Lösung. Diese reichten von der Abordnung bis zur Festanstellung von Beschäftigten an anderen Standorten. In Rastatt werden wegen der neuen A-Klasse gerade bis Mitte 2005 rund 1.800 neue Jobs geschaffen. DaimlerChrysler sei daran interessiert, die Stellen in Rastatt Mitarbeitern anderer Standorten anzubieten, sagte Öri.

Die «Bild»-Zeitung berichtete, die in Bremen überzähligen Mitarbeiter sollten zum 10. Januar in die Werke in Hamburg, Berlin und Rastatt wechseln. Für diejenigen, die auf Zeit wechselten, suche und bezahle DaimlerChrysler an den anderen Standorten die Wohnung, wer fest wechsle, bekomme den kompletten Umzug bezahlt.

DaimlerChrysler biete zudem einmalig eine Mobilitätsprämie: für Hamburg 5.000 Euro, für Berlin 10.000 Euro und für Rastatt 15.000 Euro, heisst es in der Meldung weiter. Wer nach Rastatt gehe, verdiene künftig sogar besser: Ein Arbeiter, der in Bremen monatlich 2.800 Euro bekomme, kassiere in Baden-Württemberg rund 3.100 Euro. Bislang hätten sich aber nur knapp 500 Mitarbeiter zum Wechsel bereit erklärt. Die Frist läuft dem Bericht zufolge am 5. November ab. Wer sich bis dahin nicht entscheide, müsse mit einer Zwangsversetzung rechnen. (dapd)

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